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Prädiabetes

Prädiabetes

: Symptome, Medikamente, Behandlung

Prädiabetes - Krankheitsbild

Prädiabetes ist das Vorstadium zu Diabetes mellitus, bei dem nicht alle Symptome vorhanden sind, die zur Diagnose von Diabetes erforderlich sind, der Blutzuckerspiegel aber bereits ungewöhnlich erhöht ist. Diese Phase wird oft als "Grauzone" bezeichnet. Prädiabetes ist ein Stadium des erhöhten Risikos, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder andere Folgeerkrankungen zu entwickeln.

Hierbei entwickeln Frauen kardiovaskuläre Folgen oft schneller als Männer. Im Prädiabetes-Stadium besteht jedoch noch die Möglichkeit, Folgeerkrankungen durch vergleichsweise einfache Lebensstiländerungen abzuwenden.Prädiabetes tritt immer häufiger auf und betrifft zurzeit rund 20 % der Bevölkerung in Europa, den USA und Japan. Aus medizinischer Sicht besteht eindeutig Bedarf für neue Ansätze, bevor sich Diabetes manifestiert und kardiovaskuläre Erkrankungen und andere metabolische Erkrankungen auftreten.

Prädiabetes-Werte: Ab wann gilt der Blutzucker als erhöht?

  • Nüchternblutzucker: 100 bis 125 mg/dl (5,6–6,9 mmol/l) – gestörte Nüchternglukose
  • Blutzucker zwei Stunden nach Zuckerlösung (oGTT): 140 bis 199 mg/dl (7,8–11,0 mmol/l) – gestörte Glukosetoleranz
  • HbA1c (Langzeitblutzucker): 5,7 bis 6,4 Prozent (39–47 mmol/mol)

Die drei Tests erfassen unterschiedliche Aspekte des Zuckerstoffwechsels und stimmen nicht immer überein – gerade bei Frauen und älteren Menschen entgleisen die Werte oft zuerst nach dem Essen. Im Zweifel bringt der orale Glukosetoleranztest die größte Sicherheit.

Prädiabetes - Symptome

Zunächst einmal hat Prädiabetes typischerweise keine ausgeprägten Anzeichen oder Symptome, die sich von denen für Diabetes mellitus unterscheiden. Zudem sind Prädiabetes Symptome häufig unspezifisch oder fehlen ganz, weshalb erhöhte Blutzuckerwerte oft nur durch Vorsorgeuntersuchungen erkannt werden. Zu den Symptomen, die auf Prädiabetes hinweisen können, gehören vor allem die folgenden:

• Erhöhter Body-Mass-Index (BMI) von 23,0 bis 34,9 kg/m²
• Langzeitblutzucker HbA1c 5,7 bis 6,4 %
• Ständiger Hunger
• Ungeklärter Gewichtsverlust oder starke Gewichtszunahme
• Grippeähnliche Symptome, einschließlich Schwäche und Müdigkeit
• Verschwommene Sicht
• Langsame Heilung von Schnitten oder Prellungen
• Kribbeln oder Gefühlsverlust in Händen oder Füßen
• Wiederkehrende Zahnfleisch oder Hautinfektionen
• Wiederkehrende vaginale oder Blaseninfektionen

Prädiabetes Symptome Frau: Prädiabetes kommt bei Frauen ebenso häufig vor wie bei Männern, bleibt jedoch bei beiden Geschlechtern häufig lange unentdeckt, da typische Symptome fehlen oder unspezifisch sind. Viele Frauen erfahren erst im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen oder während einer Schwangerschaft von erhöhten Blutzuckerwerten.

Prädiabetes-Symptome bei Frauen

Frauen bringen eigene Risikofaktoren mit, die oft übersehen werden: Ein durchgemachter Schwangerschaftsdiabetes erhöht das Risiko für einen späteren Typ-2-Diabetes deutlich – auch wenn sich die Werte nach der Geburt normalisiert haben. Gleiches gilt für das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), das häufig mit einer Insulinresistenz einhergeht. Ein sichtbarer Hinweis auf Insulinresistenz können dunkle, samtige Hautverfärbungen in Nacken, Achselhöhlen oder Leiste sein (Acanthosis nigricans). Frauen mit diesen Merkmalen sollten ihre Blutzuckerwerte regelmäßig prüfen lassen – auch ohne Beschwerden.

Prädiabetes - Ursachen

Die Ursachen von Prädiabetes ähneln den Risikofaktoren für Diabetes mellitus. Dazu gehören:

  • Genetische Prädisposition für die Entwicklung von Diabetes
  • Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen
  • Erhöhte Triglyceridspiegel
  • Niedrige Werte des „guten“ Cholesterins (HDL)
  • Übergewicht oder Fettleibigkeit
  • Übergewicht bei Männern: Bei einem Taillenumfang ab 102 cm steigt das Prädiabetes‑Risiko deutlich an
  • Übergewicht bei Frauen: Bei einem Taillenumfang ab 88 cm steigt das Prädiabetes‑Risiko deutlich an
  • Erhöhter Blutdruck
  • Erhöhte Nüchternplasmaglukose

Prädiabetes bei Frauen

Frauen haben einige geschlechtsspezifische Risikofaktoren für Prädiabetes. Hierzu gehören:

  • Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes): Frauen mit Gestationsdiabetes haben ein bis zu siebenfach erhöhtes Risiko, später einen Prädiabetes oder Typ‑2‑Diabetes zu entwickeln
  • Hormonelle Veränderungen: Pubertät, Schwangerschaft und Menopause beeinflussen die Insulinempfindlichkeit
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS): PCOS ist eng mit Insulinresistenz verbunden und erhöht das Prädiabetes‑Risiko deutlich
  • Zentrale Fettverteilung: Bauchbetonte Adipositas wirkt sich bei Frauen besonders ungünstig auf den Zuckerstoffwechsel aus

Prädiabetes - Therapie

Ein wichtiger Faktor bei der Behandlung von Prädiabetes ist Prävention. Da ein hoher Zusammenhang von Adipositas (Übergewicht) und (Prä-)Diabetes besteht, ist die Führung eines gesunden Lebensstils zur Gewichtsreduktion oder -normalisierung besonders erstrebenswert, u.a. durch folgende Maßnahmen:

• Gesunde, ausgewogene Ernährung mit mäßiger Kalorienzufuhr
• Ausreichende Bewegung (30 bis 45 Minuten Ausdauertraining pro Tag, fünf Tage pro Woche)
• Eine Gewichtsreduktion von nur 5 bis 10 % kann sich erheblich auf die Gesundheit auswirkenBesteht bereits Prädiabetes, sind diese Faktoren jedoch nicht weniger bedeutsam, denn Prädiabetes stellt einen heilbaren bzw. reversiblen Zustand dar.

Durch einen gesunden Lebensstil kann die Glukosetoleranz wesentlich verbessert und eine Progression von Prädiabetes zu Diabetes mellitus verhindert werden.

Bei Patienten mit erheblichen Risikofaktoren, bei denen die Änderungen im Lebensstil nicht erfolgreich waren, können verschreibungspflichtige Medikamente angewandt werden.Bei FutureMeds werden Studien zu Prädiabetes durchgeführt. Informieren Sie sich hier unverbindlich.

Wir beraten Sie gerne in Bezug auf eine Teilnahme und prüfen, ob Sie als Patient in Frage kommen

Prädiabetes – was tun? Die wirksamsten Schritte

  • Fünf bis sieben Prozent des Körpergewichts abnehmen – das wichtigste Einzelziel der großen Präventionsstudien
  • Mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche plus zweimal Krafttraining
  • Zuckerhaltige Getränke konsequent ersetzen und Weißmehl gegen Vollkorn tauschen
  • Kurzer Spaziergang nach den Hauptmahlzeiten – senkt die Blutzuckerspitze messbar
  • Schlaf und Stress ernst nehmen: Beides beeinflusst die Insulinwirkung direkt

Mit diesen Maßnahmen lässt sich der Übergang zum Typ-2-Diabetes bei einem großen Teil der Betroffenen verhindern oder um Jahre hinauszögern – bei vielen normalisieren sich die Werte sogar vollständig. Kontrollen erfolgen je nach Ausgangslage alle sechs bis zwölf Monate. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien zu diesem Krankheitsbild, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.

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