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Verstopfung

Verstopfung - Krankheitsbild

Verstopfung ist ein weit verbreitetes Problem. Es handelt sich um ein Symptom, nicht um eine Krankheit. Mindestens ein Drittel der Bevölkerung ist davon betroffen. Etwa 20 % der Einwohner Deutschlands leiden zumindest gelegentlich darunter.

Davon sind etwa 75% Frauen. Einerseits sind sie durch ihre vielfältigen Belastungen durch Familie, Beruf und Haushalt, andererseits durch wiederholte hormonellen Veränderungen von der Pubertät bis in die Menopause häufiger betroffen als Männer. Viele haben zusätzlich Probleme mit dem Beckenboden, der durch Schwangerschaften und Entbindungen geschwächt sein kann.

Verstopfung - Symptome

Im Normalfall kommt es zwischen dreimal wöchentlich bis zu dreimal täglich zur Darmentleerung. Jeder Mensch hat dabei seinen eigenen Rhythmus. Eine chronische Verstopfung besteht, wenn mindestens zwei der folgenden Symptome vorliegen:

  • spontaner Stuhlgang (ohne jegliche Hilfe) weniger als dreimal pro Woche
  • heftiges Pressen bei mindestens 25 % der Stuhlentleerungen
  • harte Stühle bei mindestens 25 % der Stuhlentleerungen
  • Gefühl der inkompletten Entleerung bei mindestens 25 % der Stuhlentleerungen

Zusätzlich können krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl und weitere Symptome auftreten.

Verstopfung - Therapie

Mit Bewegung und richtiger Ernährung Verstopfung entgegenwirken

Ist die Obstipation durch Ernährungsfehler oder ungünstigen Lebensstil bedingt, ist eine Umstellung der Ernährung auf ballaststoffreiche, stärke- und zuckerarme Kost, reichliche Flüssigkeitszufuhr und ggf. die Änderung der Lebensgewohnheiten inklusive ausreichender Bewegung wichtig.

Als Hausmittel zur Anregung der Darmtätigkeit können zusätzlich versucht werden: naturtrüber Pflaumensaft, Trockenpflaumen, getrocknete Feigen. Weintrauben und Wassermelonen besitzen ebenfalls abführende Eigenschaften. Ungeschrotete Leinsamen oder Flohsamen liefern Ballast- und Schleimstoffe. Eine reichliche Flüssigkeitszufuhr ist hierbei unerlässlich. Darüber hinaus sollten verstopfend wirkende Nahrungsmittel, z.B. Weißbrot, Schokolade, Kakao oder schwarzer Tee vermieden werden.

Mit einem möglichst täglichen Spaziergang an der frischen Luft und der Vermeidung von psychischer Anspannung können die Leiden einer Verstopfung ebenfalls gelindert werden.

Im Zweifelsfall einen Arzt aufsuchen

Gegen Verstopfung können auch Abführmittel helfen. Diese sollten Sie jedoch nur in Absprache mit einem Arzt anwenden. Grund dafür ist, dass solche Präparate ebenfalls zu Verstopfung führen können. Bei chronischem Missbrauch von Abführmitteln kann es zu einer Lähmung der Muskulatur der Dickdarmwand kommen, durch die eine Obstipation ausgelöst bzw. unterhalten werden kann.

In bestimmten Fällen kann eine operative Behandlung erforderlich werden. Eine Operation kommt in der Regel nur in Frage, wenn alle anderen Behandlungsversuche fehlgeschlagen sind.

Ein Arzt sollte unbedingt aufgesucht werden, wenn folgende Begleiterscheinungen auftreten:

  • wenn Blut mit dem Stuhlabgeht (auch wenn der Stuhl schwarz gefärbt ist)
  • Gewichtsverlust auftritt, der nicht aus einer Diät resultiert
  • Verstopfung und Durchfall im Wechselspiel stattfinden
  • häufig oder anhaltend krampfartige Bauchschmerzen als Begleiterscheinung auftreten

Verstopfung - Ursachen

Ernährungsfehler und psychische Belastungen

Allgemeine Ursachen sind unser oft hektisches und stressiges Leben, zum Teil falsche Ernährung, zu geringe Flüssigkeitszufuhr und vor allem auch zu wenig Bewegung.

Aber auch psychische Probleme können ursächlich sein, so dass mit Klärung der Probleme oft auch eine Heilung von der Verstopfung eintritt.

Medikamente und andere Grunderkrankungen

Bestimmte Medikamente, wie Psychopharmaka, Schlaf- und Beruhigungsmittel, manche Blutdrucksenker, Codein und Opiate kommen ursächlich für eine Verstopfung in Frage – in so einem Fall sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Auch der Missbrauch von Abführmitteln kann Verstopfung bedingen – die Einnahme solcher Mittel sollte auch aus diesem Grund nicht über einen längeren Zeitraum ohne ärztliche Betreuung erfolgen.

Aber auch der Missbrauch von Nikotin, Alkohol und Drogen kann zur Verstopfung führen.

Weitere Ursachen können im Vorliegen bestimmter Krankheiten, wie Diabetes mellitus, manche Nervenerkrankungen, Hormonstörungen sowie Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes selbst liegen.

Herzinfarkt – Krankheitsbild

Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.

Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.

Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.

Herzinfarkt – Symptome

Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:

• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust

• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch

• Atemnot

• Kalter Schweiß

• Übelkeit oder Erbrechen

• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit

Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:

• Übelkeit

• Rückenschmerzen

• Müdigkeit

• Kurzatmigkeit

• Oberbauchbeschwerden

Herzinfarkt – Ursachen

Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:

• Hohes LDL-Cholesterin

o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.

o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.

o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).

• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.

• Bewegungsmangel

• Bluthochdruck

• Rauchen

• Diabetes

• Stress

• genetische Faktoren

Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.

Herzinfarkt – Therapie

Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.

Akutbehandlung

Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:

• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)

• Sauerstoffgabe

• EKG-Diagnostik

• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes

• In seltenen Fällen: Bypass-Operation

Nachbehandlung

Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:

• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte

• Bewegungstherapie, Herzsport

• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)

• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck

• Psychologische Unterstützung

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