Schlafstörungen sind Abweichungen vom gesunden Schlafverhalten. Sie werden nach der neuen "International Classification of Sleep Disorders" (ICSD-2) eingeteilt in:
Zu den Insomnien (ungenau: Schlaflosigkeit) zählen Schwierigkeiten beim Einschlafen, Störungen des Durchschlafens und vorzeitiges Erwachen. Zu den schlafbezogenen Atmungststörungen gehört unter anderem die Schlafapnoe (vorübergehened Atemstillstände im Schlaf, meist mit Schnarchen verbunden). Als Hypersomnie wird übermäßiges Schlafen bezeichnet. Zirkadiane Schlafstörungen finden sich zum Beispiel bei Schichtarbeit oder Jetlag. Parasomnien sind sogenannte Arousalstörungen aus dem Schlaf wie Schlafwandeln (Somnambulismus), Alpträume, nächtliches Aufschrecken (Pavor nocturnus), nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus). Unter schlafbezogenen Bewegungsstörungen fällt zum Beispiel das Syndrom der unruhigen Beine (Restless-Legs-Syndrom).
Im Einzelnen klagen von Insomnie Betroffene über Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, verfrühtes Erwachen oder auch über eine verschlechterte Schlafqualität. Der Erholungswert des Schlafes kann so zum Beispiel durch fehlende Tiefschlafphasen und häufiges nächtliches Erwachen trotz nur unwesentlicher Einbußen bei der Schlafquantität deutlich gemindert werden. Diese Symptomatik muss dabei wenigstens drei Mal in der Woche und mindestens für die Dauer eines Monats auftreten, damit von einer Insomnie gesprochen werden kann.
Patienten einer Insomnie und Betroffene von Schlafstörungen sind häufig am Tage müde, unkonzentriert und zum Teil auch körperlich geschwächt. Ein weiterer Hinweis auf das Vorliegen einer tatsächlichen Insomnie und Schlafstörung ist auch die große Sorge Betroffener, dass sich die Schlaflosigkeit negativ auf ihr Berufs- oder Privatleben auswirken könnte.
Die Leistungen auf der Arbeit können durch andauernde Konzentrationsschwäche, häufiges Brennen der Augenlider und einen müden, geschwächten Körper stark beeinträchtigt werden. Hinzu kommt die permanente Präsenz der Thematik im Alltag, die in eine regelrechte Angst vor dem qualitativ oder quantitativ mangelhaften Schlaf münden kann. Ist die Schlaflosigkeit bereits stärker ausgeprägt, kommt es zu völligen Erschöpfungszuständen, verschiedenen Störungen der Körperfunktionen und vielfach auch zu seelischen Beeinträchtigungen wie Depressionen.
Die Therapie von Schlaflosigkeit orientiert sich zunächst am Grad der Beeinträchtigung, wie auch an den Ursachen für die Schlafstörungen, sodass bei unterschiedlichen Problematiken auch ganz unterschiedliche Behandlungsmaßnahmen zum Erfolg führen können.
Während bei leichten Beeinträchtigungen des Schlafes oftmals eine bloße Umstellung bestimmter Lebensgewohnheiten ausreicht, ist eine medikamentöse Behandlung besonders bei langfristiger Schlaflosigkeit häufig notwendig.
Auf dem Markt existieren zahlreiche Medikamente gegen Schlaflosigkeit, wobei es sowohl rezeptfreie, als auch rezeptpflichtige gibt. Die rezeptfreien Medikamente gegen Schlaflosigkeit basieren in den meisten Fällen auf Baldrian und führen nur selten zu Nebenwirkungen. Im Gegensatz zu vielen verschreibungspflichtigen Präparaten ist die Suchtgefahr in Bezug auf Baldrianzusammensetzungen sehr gering – trotzdem sollte die Einnahme in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Da der Schlaf ein noch immer unzureichend erforschtes Phänomen des menschlichen Lebens ist, ist auch die Entwicklung neuer Präparate gegen Schlafstörungen weiterhin ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Fortentwicklung. So werden nicht nur neue, sondern auch immer effektivere, schonendere und besser verträgliche Medikamente entwickelt. Die medikamentöse Behandlung von Schlaflosigkeit sollte daher in jedem Fall von einem Mediziner begleitet und verordnet werden. Unterstützend können auch mit psychologischer Therapie große Erfolge erzielt werden, da die Schlaflosigkeit in vielen Fällen seelische Ursachen hat, sodass eine ausschließlich medikamentöse Behandlung keinesfalls ausreichend wäre.
Schlaflosigkeit hat meistens seelische Ursachen
Schlaflosigkeit ist eine Schlafstörung, die sich durch eine verkürzte Gesamtschlafzeit und mangelhafte Schlafqualität auszeichnet.
Die häufigsten Ursachen für Schlaflosigkeit bzw. Insomnie sind geistig-seelischer Natur. Dazu gehören permanente innere Anspannung in Kombination mit einer stressbestimmten Lebensweise und mangelnden Ruhephasen. Ebenfalls kommen als Ursachen für Schlaflosigkeit infrage:
Aber auch eine körperliche Erkrankung kann zu (vorübergehender) Schlaflosigkeit führen. Dazu gehören:
Diese Ursachen führen jedoch in der Regel zu vorübergehender Schlaflosigkeit, die mit Abklingen des Schmerzes oder der Krankheit ebenfalls vorübergeht. Anders ist dies oft bei den oben genannten seelischen Ursachen. Grund hierfür ist vielfach auch ein allgegenwärtiges Problem bei der Bewältigung zwischenmenschlicher Konflikte, die immer wieder auftauchen und so auch immer wieder Schlafstörungen verursachen können. Zuletzt kann Schlafmangel jedoch auch infolge der Einnahme bestimmter Rauschmittel, wie Ecstasy oder Amphetamine, auftreten.
Herzinfarkt – Krankheitsbild
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.
Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.
Herzinfarkt – Symptome
Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:
• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch
• Atemnot
• Kalter Schweiß
• Übelkeit oder Erbrechen
• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit
Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:
• Übelkeit
• Rückenschmerzen
• Müdigkeit
• Kurzatmigkeit
• Oberbauchbeschwerden
Herzinfarkt – Ursachen
Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:
• Hohes LDL-Cholesterin
o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.
o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.
o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).
• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.
• Bewegungsmangel
• Bluthochdruck
• Rauchen
• Diabetes
• Stress
• genetische Faktoren
Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.
Herzinfarkt – Therapie
Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.
Akutbehandlung
Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)
• Sauerstoffgabe
• EKG-Diagnostik
• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes
• In seltenen Fällen: Bypass-Operation
Nachbehandlung
Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte
• Bewegungstherapie, Herzsport
• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)
• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck
• Psychologische Unterstützung
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