Definition:
Schlafapnoe ist eine Schlafstörung, bei der es zu wiederholten Atemaussetzern während des Schlafs kommt. Diese Atempausen können mehrmals pro Stunde auftreten und führen dazu, dass die Sauerstoff zufuhr zum Gehirn und anderen Organen unterbrochen wird.
Auswirkungen auf Betroffene:
Schlafapnoe kann zu unruhigem Schlaf, Tagesmüdigkeit und ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hohem Blutdruck und erhöhtem Risikofür Schlaganfälle.
Charakteristische Symptome:
Die häufigsten Symptome von Schlafapnoe sind lautes Schnarchen, abrupte Atemaussetzer während des Schlafs, plötzliches Erwachen mit einem Keuchen oder Würgen sowie Tagesmüdigkeit.
Tagessymptome:
Die Tagesmüdigkeit kann zu verminderter Aufmerksamkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsproblemen und verminderter Leistungsfähigkeit führen.
Kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck (CPAP):
Die häufigste und wirksamsteBehandlung ist die Verwendung eines CPAP-Geräts, das während des Schlafs einen kontinuierlichen positiven Atemwegsdruck aufrechterhält, um die Atemwege offen zu halten.
BiLevelPositive Airway Pressure (BiPAP):
In einigen Fällen kann auch einBiPAP-Gerät verwendet werden, das verschiedene Druckniveaus beim Einatmen undAusatmen bietet.
Gewichtsreduktion und Lebensstiländerungen:
Gewichtsreduktion, Vermeidung von Alkohol und Beruhigungsmitteln vor dem Schlafengehen sowie die Vermeidung vonRückenlage können zur Verbesserung der Schlafapnoe beitragen.
Chirurgische Eingriffe:
In schweren Fällen kann eine chirurgische Behandlung in Erwägung gezogen werden, um die Atemwege zu öffnen.
Die richtige Behandlung von Schlafapnoe erfordert eine genaue Diagnose und eine individuell angepassteTherapie. Eine enge Zusammenarbeit mit einem Schlafmediziner oder Spezialisten ist entscheidend, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und mögliche Komplikationen zu verhindern.
Obstruktive Schlafapnoe (OSA):
Die häufigste Form ist die obstruktive Schlafapnoe, bei der die Atemwege blockiert sind oder kollabieren, was zu Atempausen führt.
Zentrale Schlafapnoe:
Eine seltener auftretende Form ist die zentrale Schlafapnoe, bei der das Gehirn keine klaren Signale zur Kontrolle der Atemmuskulatur sendet.
Gemischte Schlafapnoe:
Es gibt auch die gemischte Schlafapnoe, eine Kombination aus obstruktiver und zentraler Schlafapnoe.
Herzinfarkt – Krankheitsbild
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.
Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.
Herzinfarkt – Symptome
Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:
• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch
• Atemnot
• Kalter Schweiß
• Übelkeit oder Erbrechen
• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit
Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:
• Übelkeit
• Rückenschmerzen
• Müdigkeit
• Kurzatmigkeit
• Oberbauchbeschwerden
Herzinfarkt – Ursachen
Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:
• Hohes LDL-Cholesterin
o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.
o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.
o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).
• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.
• Bewegungsmangel
• Bluthochdruck
• Rauchen
• Diabetes
• Stress
• genetische Faktoren
Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.
Herzinfarkt – Therapie
Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.
Akutbehandlung
Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)
• Sauerstoffgabe
• EKG-Diagnostik
• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes
• In seltenen Fällen: Bypass-Operation
Nachbehandlung
Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte
• Bewegungstherapie, Herzsport
• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)
• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck
• Psychologische Unterstützung
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