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Nacken- und Rückenschmerzen

Nacken- und Rückenschmerzen

Rückenschmerzen - Krankheitsbild

Als Rückenschmerzen bezeichnet man die Schmerzen im Bereich der drei Abschnitte der Wirbelsäule: der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule. Am häufigsten treten die Beschwerden im unteren Rücken, also in der Lendenwirbelsäule, dicht gefolgt von Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule auf.
Manchmal handelt es sich um einen Schmerz, der sich langsam anschleicht. Ein anderes Mal: eine falsche Bewegung und – zack! – da ist der Schmerz. Wer das (noch) nicht kennt, wird es wie ca. 80% der Deutschen mindestens 1x im Leben zu spüren bekommen.

Die meisten Betroffenen sind zwischen 30-50 Jahre alt, was aber nicht heißt, dass Kinder davor verschont bleiben. Inzwischen werden die jährlich entstehenden Kosten für die Behandlung und den unter Umständen resultierenden Arbeitsausfall auf einen zweistelligen Milliardenbetrag geschätzt.

Rückenschmerzen - Symptome

Rückenschmerzen können sich in vielerlei Form bemerkbar machen. Das Leitsymptom ist natürlich der Schmerz. Dieser kann sich in einem heftigen und plötzlichen Stechen oder einem leichten, möglicherweise aber auch intensiven Ziehen, Drücken, unterschiedlichsten Bewegungseinschränkungen bis hin zu Lähmungserscheinungen in den Beinen, der Blase oder Teilen des Darms äußern. Da die Schmerzen über Nerven übertragen werden und ein Nerv ein bestimmtes Gebiet versorgt, können die Schmerzen ausstrahlen. So wird bei Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule oft von Kopfschmerzen und im Bereich der Lendenwirbelsäule ein Ziehen im Gesäß oder Bein berichtet.
Die Betroffenen neigen nicht selten dazu eine Schonhaltung einzunehmen, wodurch sich der Schmerz oft verschlimmert.
Die Lebensqualität ist erheblich eingeschränkt.

Rückenschmerzen - Therapie

Auch wenn bei Vielen sicher Massagen auf Platz 1 der gewünschten Behandlung rangieren, richtet sich das Behandlungskonzept nach der Ursache der Schmerzen. Massagen werden auf Dauer nichts daran ändern, dass ein „zu langes Bein“ einen Beckenschiefstand und damit Schmerzen auslöst.
Im Groben unterscheidet man zwischen konservativen und operativen Behandlungsmöglichkeiten. In diese beiden Kategorien sortieren sich die medikamentöse Therapie, Rückenschule sowie verschiedenste physiotherapeutische Behandlungskonzepte wie die manuelle Therapie, Massagen, physikalische Maßnahmen mit Wärme, Kälte, Strom, aber auch Psychotherapien („Alexander Konzept“ bei einer psychosozialen Ursache), das Einsetzen von künstlichen Bandscheiben sowie seit noch nicht allzu langer Zeit, als anerkannte Therapie bei Rückenschmerzen, Akupunktur um nur einige zu nennen.

Die Freude ist groß wenn der Schmerz verschwindet und ein Teil Lebensqualität wieder kehrt.
Um aber in kurzer Zeit nicht wieder zu sagen „...ich hab Rücken“, gilt es vorzubeugen. Gute Ärzte und/ oder Physiotherapeuten wissen, dass zur Behandlung auch die Beratung der Patienten hinsichtlich zukünftiger Verhaltensweisen gehört. Sie werden ihren Patienten Tipps und Tricks für einen starken und gesunden Rücken an die Hand geben.

Rückenschmerzen - Ursachen

Zunächst gilt es mittels einer umfangreichen Anamnese genau diese heraus zu finden.
Arbeitet der Patient? Wenn ja, wo? Hat er viel Stress? Hatte er einen Unfall? Wurde er operiert oder wie ist die private Situation? Sind Veränderungen der Wirbel, Bandscheiben oder allgemeine Erkrankungen bekannt? All das kann Hinweise darauf geben, wo die Ursache der Schmerzen liegt.

So kann es sein, dass der Patient, der mit einem steifen Hals in die Praxis kommt, seit Wochen bis zu 13h täglich am PC sitzt. Nur um seinem Chef den Jahresabschlussbericht pünktlich vorlegen zu können. Die einseitige, monotone Arbeit am PC verbunden mit dem psychischen Druck führen in dem Fall dazu, dass sich die Muskeln verkürzen- ein sogenannter Hartspann entsteht. Die dauerhafte Anspannung führt zu einer Minderversorgung des betroffenen Muskels und löst so den Schmerz aus.

Auslöser können aber auch Bandscheibenvorwölbungen oder -vorfälle, Abnutzung, Überlastung sowie Bewegungsmangel, Entzündungen an- oder Seitenverbiegungen der Wirbelsäule sein.  

Weniger vertraut ist man als Patient mit der Tatsache, dass Rückenschmerzen nicht immer durch den Rücken ausgelöst sein müssen. So etwa können Erkrankungen des Magens, der Galle und Leber, des Zwerchfells oder Herzens Schmerzen im Rücken verursachen. Je nachdem, was die Ursache für die Schmerzen ist, können die Rückenschmerzen in spezifische oder unspezifische Rückenschmerzen, bezüglich der Dauer der Beschwerden in akute (<6Wochen), subakute (6<12Wochen) oder chronische (>12Wochen) eingeteilt werden. Erst wenn klar ist, woher die Schmerzen kommen, kann richtig vorgebeugt und gezielt behandelt werden.

Neurasthenie – wörtlich übersetzt „Nervenschwäche“

Die Neurasthenie – auch bekannt als Nervenschwäche – ist einepsychische Störung, die durch eine anhaltende nervliche und körperlicheErschöpfung gekennzeichnet ist. Betroffene fühlen sich dauerhaftüberfordert und erleben bereits bei geringer geistiger oder körperlicherBelastung eine ausgeprägte Ermüdung. Die Beschwerden bestehen über einenlängeren Zeitraum und lassen sich nicht ausreichend durch Ruhe oder Schlafbeheben.

Die Neurasthenie zählt zu den stress‑ underschöpfungsassoziierten Störungsbildern und weist meist einen schleichenden,chronischen Verlauf auf. Charakteristisch ist, dass sich dieBeeinträchtigungen nicht durch eine eindeutige organische Ursache erklärenlassen. Das subjektive Krankheitsgefühl ist häufig von dem Eindruck geprägt,den alltäglichen Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein. Aufgrundinhaltlicher Überschneidungen mit anderen psychischen Erkrankungen ist eineklare Abgrenzung erforderlich.

 

Neurasthenie vs. Burnout

Neurasthenie und Burnout weisen in ihrem Erscheinungsbilddeutliche Überschneidungen auf. Beide Krankheitsbilder sind durch eineausgeprägte geistige und körperliche Erschöpfung gekennzeichnet und betreffenvor allem Menschen, die über längere Zeit hohen beruflichen oder privatenAnforderungen ausgesetzt sind.

Die Neurasthenie wurde bereits im 19. Jahrhundert alsFolge gesellschaftlicher und beruflicher Überforderung beschrieben. Der Fokus derErkrankung liegt auf einer allgemeinen Erschöpfung des Nervensystems.

Burnout hingegen ist ein vergleichsweise moderner Begriff und wird vor allem imberuflichen Kontext verwendet. Er beschreibt einen Zustand emotionaler,mentaler und körperlicher Erschöpfung, der meist in Zusammenhang mitchronischem Arbeitsstress steht. Im Gegensatz zur Neurasthenie ist Burnoutkeine eigenständige medizinische Diagnose in allen Klassifikationssystemen,sondern eher ein arbeitsbezogenes Erschöpfungssyndrom.

 

Neurasthenie – Symptome

Neurasthenie Symptome – psychische und körperlicheBeschwerden

Bei den Neurasthenie-Symptomen stehen Erschöpfung,Reizbarkeit und Leistungsabfall im Vordergrund. Hinzu kommen häufigKonzentrations‑ und Gedächtnisstörungen, innere Unruhe sowie eine verminderteBelastbarkeit. Viele Betroffene berichten über das Gefühl, „nervlichausgelaugt“ zu sein.

Neben den psychischen Symptomen treten oft auch körperlicheBeschwerden auf, etwa:

  • Kopfschmerzen  oder Druckgefühl im Kopf
  • Muskel‑ und Gliederschmerzen
  • Schlafstörungen (Ein‑ oder Durchschlafstörungen)
  • Schwindel
  • Herzklopfen oder Magen‑Darm‑Beschwerden

 

Neurasthenie und Nervenschmerzen?

Bei einer Neurasthenie können schmerzartige Empfindungenauftreten, die von Betroffenen mitunter als Nervenschmerzen beschrieben werden.Dabei handelt es sich jedoch meist nicht um echte neuropathischeNervenschmerzen im Sinne einer nachweisbaren Nervenschädigung.

Nervenschmerzen Burnout: Auch ein Burnout geht häufig mitkörperlichen Beschwerden einher, die von den Betroffenen manchmal alsNervenschmerzen bezeichnet werden. Diese sind jedoch meist nicht neuropathischim medizinischen Sinne.

 

Neurasthenie Diagnose

Die Diagnose der Neurasthenie erfolgt überwiegend aufGrundlage eines ausführlichen ärztlichen oder psychotherapeutischen Gesprächs.Dabei werden Art, Dauer und Verlauf der Beschwerden sowie mögliche Belastungenim Alltag erfasst. Charakteristisch ist, dass die Erschöpfung über einenlängeren Zeitraum besteht und die körperliche sowie geistige Belastbarkeitdeutlich vermindert ist. Ein wichtiges Kriterium ist, dass sich die Beschwerdendurch Ruhe oder Schlaf nicht ausreichend bessern.


Im Rahmen der Diagnostik ist es notwendig, mögliche organische Ursachenauszuschließen, die ähnliche Symptome hervorrufen könnten. Dazu könnenkörperliche Untersuchungen und ergänzende diagnostische Maßnahmen gehören.Außerdem erfolgt eine sorgfältige Abgrenzung zu anderen psychischenErkrankungen, da Überschneidungen bestehen können. Die Diagnose wird daherstets im Gesamtkontext der individuellen Lebenssituation gestellt. In der ICD‑10ist die Neurasthenie als eigenständige Diagnose klassifiziert.

 

 

Neurasthenie– Therapie

Neurasthenie Behandlung – in der Regel ganzheitlich undindividuell angepasst

Die Neurasthenie-Therapie dient der Wiederherstellung derkörperlichen und geistigen Belastbarkeit, der Verbesserung von Schlaf undErholung, der Reduktion von Reizbarkeit und Erschöpfung sowie der langfristigenStressbewältigung und Rückfallprophylaxe.

Im Vordergrund der Neurasthenie-Behandlung steht nicht einemedikamentöse Therapie, sondern die Veränderung belastender Faktoren undder Aufbau von Erholungs‑ und Bewältigungsstrategien.

Hierzu gehören:

·       Entlastung und Stressreduktion: Ein zentraler Bestandteil der Behandlung ist die Reduktionchronischer Überforderung. Hierzu gehören eine Identifikation vonStressauslösern im Alltag, eine Anpassung von Arbeits‑ und Lebensbedingungensowie bewusste Pausen und Erholungszeiten. Ziel ist es, das Nervensystem ausdem dauerhaften „Alarmzustand“ herauszuführen.

·       Psychotherapeutische Unterstützung: Häufig ist eine psychotherapeutische Begleitungsinnvoll, z. B. kognitiveVerhaltenstherapie oder stress‑ und lösungsorientierte Therapieansätze. Dabeiwerden unter anderem ungünstige Denk‑ und Verhaltensmuster erkannt, realistischeLeistungsgrenzen erlernt und gesunde Bewältigungsstrategien aufgebaut.

·       Förderung eines gesunden Lebensstils: Eine stabile Lebensführung unterstützt die Erholung.Hierzu gehören ein regelmäßiger Schlaf‑Wach‑Rhythmus, ausreichend Bewegung,eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf übermäßigen Konsum von Koffein,Nikotin oder Alkohol.

·       Entspannungsverfahren: Zur Beruhigung des Nervensystems haben sich progressiveMuskelentspannung, autogenes Training, Atemübungen sowie Achtsamkeits‑ undEntspannungstechniken bewährt.

·       Medikamentöse Behandlung: Medikamente können kurzzeitig bei ausgeprägtenSchlafstörungen, Angst oder depressiver Verstimmung eingesetzt werden. Diessollte immer ärztlich begleitet werden und symptomorientiert erfolgen.

 

Neurasthenie– Ursachen

NeurasthenieUrsachen – viele Faktoren spielen eine Rolle

·       Chronischer Stress und Überforderung: Die häufigste Ursache für Neurasthenie ist einelangandauernde körperliche oder psychische Überlastung, z. B. durch hohen Leistungsdruck imBeruf oder Studium, Mehrfachbelastungen (Arbeit, Familie, Pflege) oder fehlendeErholungsphasen. Das Nervensystem bleibt dauerhaft in Alarmbereitschaft undkann sich nicht mehr ausreichend regenerieren.

·       Psychische Belastungen und emotionale Konflikte, beispielsweise ungelösteinnere Konflikte, anhaltende Sorgen oder Ängste sowie belastendeLebensereignisse (z. B. Trennung, Verlust, Krankheit)

·       Persönlichkeitsfaktoren: Bestimmte Eigenschaften erhöhen das Risiko für eineNeurasthenie, beispielsweise Perfektionismus, hoher Leistungsanspruch an sichselbst, Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen oder ein starkesVerantwortungsgefühl. Die Betroffenen überfordern sich häufig selbst undignorieren Warnsignale des Körpers.

·       Eine ungünstige Lebensweise schwächt die körperliche und nervliche Belastbarkeitzusätzlich. Hierzu gehören Schlafmangel oder Schlafstörungen, fehlendeErholungszeiten, Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährung und übermäßigerKonsum von Koffein, Nikotin oder Alkohol

·       Körperliche Erkrankungen oder Erschöpfungszustände können sich auf das Nervensystemübertragen und neurasthenische Beschwerden begünstigen. Hierzu gehörenInfektionen oder langwierige körperliche Erkrankungen, hormonelle Störungenoder anhaltende körperliche Schwäche nach Krankheiten.

·       Gesellschaftliche und soziale Faktoren, beispielsweise hoherZeitdruck, ständige Erreichbarkeit, fehlende soziale Unterstützung und beruflicheoder finanzielle Unsicherheit

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