Psoriasis oder umgangssprachlich Schuppenflechte ist eine entzündliche, nicht ansteckende, chronische Erkrankung der Haut. Es kommt zu rötlichen, schuppenden Hautveränderungen, die auch jucken können. Die Hauterkrankung verläuft in Schüben und ist mal stärker und mal schwächer bemerkbar.
Es gibt verschiedene Ausprägungen der Schuppenflechte. Bei der am häufigsten vertretenen Form rötet sich die Haut und bildet silbrig glänzende, leicht erhabene Stellen. Häufig kommt es bei den betroffenen Stellen auch zu einem Juckreiz. Schuppenflechte kann grundsätzlich an allen Stellen des Körpers auftreten. Oft sind jedoch der Kopf, die Ellbogen, Knie oder der Rücken betroffen.
Bei Schuppenflechte gibt es verschiedene Möglichkeiten die Beschwerden zu lindern. Dazu gehören die Basistherapie, die äußerliche Behandlung, die Lichttherapie und eine medikamentöse Behandlung. Bei derBasistherapie werden die betroffenen Hautstellen mit rückfettenden Salben, Cremes oder Lotionen eingerieben. Dadurch soll die Haut vor Verletzungen geschützwerden und der Juckreiz gelindert werden. Bei der äußeren Behandlung werden üblicherweise Cremes, Salben, Lotionen oder Schaum, die Kortison enthalten, angewendet. Die Lichttherapie soll durch UV-Licht Bestrahlung bewirken, dass die Entzündungen gehemmt und die Zellteilung verlangsamt werden. Auch hier kann es schon zu einem Einsatz von Medikamenten kommen. Die medikamentöse Behandlung beinhaltet Medikamente, die eingenommen oder gespritzt werden. Diese kommen jedoch erst bei einer mittelschweren bis schweren Schuppenflechte in Frage.
Die oberste Hautschicht bildet eine schützende Oberhaut. In dieser Hautschicht kommen hornbildende Hautzellen (Keratinozyten) vor. Keratinozyten teilen sich und werden in verschiedenen Prozessen innerhalb von 4 Wochen als tote Hautzellen abgestoßen. Menschen, die an Schuppenflechte leiden, durchlaufen diesen Prozess schneller, manchmal sogar in nur vier Tagen. Daher können die toten Hautzellen teilweise nicht schnell genug abgestoßen werden – die Haut wird dicker und schuppt stärker. Ursache hierfür ist eine Entzündung, die dadurch bedingt ist, dass der Körper sich selbst angreift.
Herzinfarkt – Krankheitsbild
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.
Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.
Herzinfarkt – Symptome
Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:
• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch
• Atemnot
• Kalter Schweiß
• Übelkeit oder Erbrechen
• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit
Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:
• Übelkeit
• Rückenschmerzen
• Müdigkeit
• Kurzatmigkeit
• Oberbauchbeschwerden
Herzinfarkt – Ursachen
Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:
• Hohes LDL-Cholesterin
o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.
o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.
o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).
• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.
• Bewegungsmangel
• Bluthochdruck
• Rauchen
• Diabetes
• Stress
• genetische Faktoren
Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.
Herzinfarkt – Therapie
Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.
Akutbehandlung
Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)
• Sauerstoffgabe
• EKG-Diagnostik
• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes
• In seltenen Fällen: Bypass-Operation
Nachbehandlung
Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte
• Bewegungstherapie, Herzsport
• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)
• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck
• Psychologische Unterstützung
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