Polyneuropathie ist eine neurologische Erkrankung, die durch eine Schädigung mehrerer peripherer Nerven charakterisiert ist. Diese Schädigung kann verschiedene Ursachen haben, darunter Diabetes, Alkoholmissbrauch, Vitaminmangel, Infektionen, Autoimmunerkrankungen und genetische Veranlagungen.
Polyneuropathie äußert sich durch eine Vielzahl von Symptomen, die von der Art und dem Ausmaß der Nervenschädigung abhängen. Zu den häufigsten sensorischen Symptomen gehören Taubheitsgefühle, Kribbeln, Brennen oder stechende Schmerzen, vor allem in den Händen und Füßen. Betroffene können auch eine erhöhte Empfindlichkeit oder eine verminderte Fähigkeit, Berührungen, Temperaturen oder Vibrationen wahrzunehmen, erleben.
Motorische Symptome umfassen Muskelschwäche, Muskelkrämpfe und Koordinationsprobleme, die das Gehen und die Feinmotorik beeinträchtigen können. In einigen Fällen kann es zu Muskelschwund und Reflexverlust kommen. Autonome Symptome, die seltener auftreten, betreffen das autonome Nervensystem und können Verdauungsprobleme, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckschwankungen und Schwierigkeiten beim Schwitzen verursachen.
Die Symptome entwickeln sich oft langsam und können im Verlauf der Zeit zunehmen, wodurch sie die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können.
Die Therapie der Polyneuropathie richtet sich in erster Linie nach der zugrunde liegenden Ursache. Bei diabetischer Polyneuropathie steht die konsequente Kontrolle des Blutzuckerspiegels im Vordergrund, um die Nervenfunktion zu schützen und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Bei alkoholbedingter Polyneuropathie ist der Verzicht auf Alkohol entscheidend.
Vitaminmangelbedingte Polyneuropathien werden durch die Gabe der fehlenden Vitamine, wie B1, B6 oder B12, behandelt. Wenn Infektionen die Ursache sind, können entsprechende Antibiotika oder antivirale Medikamente zum Einsatz kommen. Autoimmune Polyneuropathien erfordern oft Immunsuppressiva oder Immunmodulatoren, um die Entzündungsreaktionen zu reduzieren.
Unabhängig von der Ursache spielen symptomatische Behandlungen eine wichtige Rolle. Schmerzmedikamente, Antidepressiva oder Antikonvulsiva können zur Linderung neuropathischer Schmerzen beitragen. Physikalische Therapie hilft, die Muskelfunktion zu verbessern und die Mobilität zu erhalten. Ergotherapie kann dazu beitragen, Alltagsfähigkeiten zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Eine ganzheitliche Behandlung, die medizinische, physikalische und psychosoziale Aspekte berücksichtigt, ist entscheidend für den Umgang mit Polyneuropathie.
Polyneuropathie hat zahlreiche Ursachen, die eine Schädigung der peripheren Nerven hervorrufen können. Zu den häufigsten Ursachen gehört Diabetes mellitus, bei dem hohe Blutzuckerwerte die Nerven schädigen. Auch chronischer Alkoholmissbrauch kann durch toxische Wirkungen auf die Nerven zur Polyneuropathie führen.
Ein Mangel an essentiellen Vitaminen, insbesondere Vitamin B1, B6 und B12, kann ebenfalls die Nervenfunktion beeinträchtigen. Infektionen wie Lyme-Borreliose, HIV und Hepatitis C sind weitere mögliche Auslöser. Autoimmunerkrankungen wie Guillain-Barré-Syndrom und rheumatoide Arthritis können die Nerven durch entzündliche Prozesse angreifen.
Genetische Faktoren spielen bei bestimmten Formen der Polyneuropathie eine Rolle, wie etwa bei der Charcot-Marie-Tooth-Krankheit. Zudem können bestimmte Medikamente, insbesondere Chemotherapeutika, sowie Schwermetallvergiftungen und andere toxische Substanzen die peripheren Nerven schädigen. Die genaue Identifizierung der Ursache ist entscheidend für die gezielte Behandlung und das Management der Erkrankung.
Herzinfarkt – Krankheitsbild
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.
Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.
Herzinfarkt – Symptome
Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:
• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch
• Atemnot
• Kalter Schweiß
• Übelkeit oder Erbrechen
• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit
Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:
• Übelkeit
• Rückenschmerzen
• Müdigkeit
• Kurzatmigkeit
• Oberbauchbeschwerden
Herzinfarkt – Ursachen
Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:
• Hohes LDL-Cholesterin
o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.
o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.
o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).
• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.
• Bewegungsmangel
• Bluthochdruck
• Rauchen
• Diabetes
• Stress
• genetische Faktoren
Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.
Herzinfarkt – Therapie
Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.
Akutbehandlung
Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)
• Sauerstoffgabe
• EKG-Diagnostik
• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes
• In seltenen Fällen: Bypass-Operation
Nachbehandlung
Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte
• Bewegungstherapie, Herzsport
• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)
• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck
• Psychologische Unterstützung
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