Mit PMS bezeichnet man die Symptome, die Frauen während der zweiten Hälfte ihres Zyklus verspüren. Neben einem geringen Anteil an Frauen, die gar keine Symptome verspüren, leiden die meisten aller Frauen sehr unter den typischen Symptomen, und manche sind in ihrer Lebensqualität so stark eingeschränkt, dass sie nicht arbeiten können und kaum noch aus dem Bett kommen. Schlechte Laune ist da vorprogrammiert. Schokolade, Gummibärchen und anderer Süßkram werden als Seelsorgehelfer herangezogen.
Schmerzhaftes Spannen in der Brust, Unterleibsschmerzen, Hautunreinheiten, Blähungen, Verstopfung, Völlegefühl, Heißhunger oder Appetitlosigkeit, starke Rücken- und Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, sowie Wassereinlagerungen, die das Körpergewicht teilweise erheblich ansteigen lässt. Dazu kommen Konzentrationsstörungen, die Kopfarbeit manchmal unmöglich machen.
Die Therapie richtet sich nach den entsprechenden Symptomen. Möchte man die Menstruation ganz vermeiden, kann man ein hormonelles Verhütungsmittel einnehmen, welches den Eisprung und somit auch den qualvollen Teil des Zyklus verhindert. Bei Schmerzen kann es sein, dass man um die Einnahme von Schmerzmitteln nicht herum kommt. Aber bitte keine blutverdünnenden Mittel wie ASS einnehmen. Diese führen zu übermäßigen Blutungen. Besser ist hier Ibuprofen.
Wer von einer medikamentösen Therapie nichts hält, der kann Mönchspfeffer gegen Brustspannen und Johanneskraut gegen depressive Verstimmungen nehmen.
Auch ernährungstechnisch kann man den PMS-Symptomen entgegenwirken. Koffein, Schokolade, Alkohol und Salz sollte nur in geringen Mengen konsumiert werden. Greifen Sie bei einer Heißhungerattacke lieber zu Karotten, Äpfeln, Gurke, Melone und anderen Vitaminbomben. Während der PMS-Phase wollen Frauen sich am liebsten nur verkriechen. Versuchen Sie es aber doch mal mit Sport! Vor allem Ausdauersport ist ein wahres Wundermittel bei Unterleibs-, Rücken und Kopfschmerzen. Er löst Muskelkrämpfe und baut eingelagertes Wasser sehr schnell ab. Yoga und Autogenes Training können ebenfalls dabei behilflich sein, sich zu entspannen.
Warum Frauen so leiden müssen, ist mit einer einzigen Ursache nicht zu erklären. Man vermutet viel eher, dass es ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren ist, die den weiblichen Körper so verrückt spielen lassen. Sicher ist, dass es mit dem Hormonhaushalt zu tun hat, der sich im Laufe des Zyklus verändert. Dazu kommen psychische und neurologische Umstände, die die Stärke des PMS beeinflussen.
Herzinfarkt – Krankheitsbild
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.
Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.
Herzinfarkt – Symptome
Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:
• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch
• Atemnot
• Kalter Schweiß
• Übelkeit oder Erbrechen
• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit
Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:
• Übelkeit
• Rückenschmerzen
• Müdigkeit
• Kurzatmigkeit
• Oberbauchbeschwerden
Herzinfarkt – Ursachen
Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:
• Hohes LDL-Cholesterin
o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.
o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.
o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).
• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.
• Bewegungsmangel
• Bluthochdruck
• Rauchen
• Diabetes
• Stress
• genetische Faktoren
Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.
Herzinfarkt – Therapie
Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.
Akutbehandlung
Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)
• Sauerstoffgabe
• EKG-Diagnostik
• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes
• In seltenen Fällen: Bypass-Operation
Nachbehandlung
Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte
• Bewegungstherapie, Herzsport
• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)
• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck
• Psychologische Unterstützung
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