Ein alter Mann ist am Husten, seine Frau klopft ihm auf den RückenTherapiegebiete
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Nikotinabhängigkeit

Nikotinabhängigkeit - Krankheitsbild

Nikotin bzw. Rauchen ist in Deutschland nach dem Alkohol das weitverbreitetste Mittel zur Suchtbefriedigung. Rund 263 Millionen Zigaretten werden in der Bundesrepublik täglich konsumiert. Falls auch Sie regelmäßig auf Tabakerzeugnisse zurückgreifen, sind Sie vermutlich nikotinsüchtig.

Nikotinabhängigkeit - Symptome

Symptome bei Nikotinentzug

Die Raucherentwöhnung ist bei Nikotinabhängigkeit ein harter Weg, der in den meisten Fällen zumindest in der ersten Zeit auch von deutlichen Symptomen begleitet wird. So sind besonders die ersten beiden Tage bei der Raucherentwöhnung schwer, aber auch in den folgenden Wochen halten die Entzugserscheinungen oftmals an. In der Regel treten bei Nikotinabhängigen folgende Symptome auf:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Nervosität
  • Konzentrationsschwäche

So leidet in der Zeit der Raucherentwöhnung oftmals auch das nächste private Umfeld unter den Symptomen. Um Konflikte zu umgehen, hilft es in den meisten Fällen, vorher über die Raucherentwöhnung zu sprechen, so dass Freunde und Familie auch bei bisweilen stark ausgeprägter Gereiztheit der Raucherentwöhnung weiter unterstützend beistehen.

Nikotinabhängigkeit - Therapie

Der schwere Weg zur Raucherentwöhnung

Angst vor Entzugssymptomen

Die Ursachen für die Entscheidung zu einer Raucherentwöhnung und rauchfrei zu leben, sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wobei die Entwöhnung selbst in den allermeisten Fällen mit dem Bewusstmachen des Risikos und auch der gesundheitlichen Konsequenzen beginnt.

Viele Raucher leiden unter einem permanenten Husten, der jedoch in den meisten Fällen nicht beachtet wird. Auch die allgemeine Leistungsfähigkeit lässt bei Rauchern stark nach – was gerade bei sportlich aktiven Rauchern zu einem ernstzunehmenden Problem werden kann. In sehr vielen Fällen führt ein Fall schwerer Krankheit im Umfeld des Rauchenden zu dem Wunsch, eine Raucherentwöhnung durchzuführen.

Das Rauchen von Zigaretten ist ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung chronischer Lungenerkrankungen, Krebs und vielfältiger Herz- und Gefäßerkrankungen. Aufgrund der starken Sucht, die das Rauchen hervorruft, fällt eine solche Raucherentwöhnung Betroffenen fast ausnahmslos sehr schwer und wird nicht selten durch Rückfälle gehemmt. Die Zahl der Todesfälle bei Nikotinabhängigen liegt in allen Altersgruppen deutlich über der von Nichtrauchern, und auch das nächste Umfeld wird durch passives Einatmen des Zigarettenrauchs gesundheitlich geschädigt. Das Bewusstmachen der Risiken kann bei vielen Nikotinabhängigen die Raucherentwöhnung und den Wunsch rauchfrei zu leben bestärken.

Es gibt dabei viele verschiedene Wege, der Nikotinabhängigkeit Herr zu werden und mit dem Rauchen aufzuhören. Viele Raucher führen hierzu eine effektive Raucherentwöhnung durch.

Durch die Raucherentwöhnung kann der Körper Schritt für Schritt regeneriert werden, so dass sich Atmung, Puls, Blutdruck und sogar das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung wieder normalisieren. Das Wissen, dass es für eine Raucherentwöhnung nie zu spät ist, kann dabei vielen Betroffenen helfen, nicht die Motivation zu verlieren. Der beste Weg der Raucherentwöhnung ist stark umstritten, was jedoch darauf zurückzuführen ist, dass es sich beim Rauchen um ein individuelles Verhalten handelt, dessen Änderung auch einer individuellen Therapie bedarf. Möglichkeiten die Raucherentwöhnung zu unterstützen bieten zum Beispiel:

  • Verhaltenstherapie
  • Hypnotherapie
  • Akupunktur-Behandlungen

Darüber hinaus sind mittlerweile auch zahlreiche Medikamente zur Raucherentwöhnung auf dem Markt, die bereits viele Raucher nachweislich effektiv bei der Entwöhnung unterstützt haben. Einige von ihnen sind dabei freiverkäuflich, wie zum Beispiel

  • Nikotin-Ersatz (Pflaster oder Kaugummis)
  • Nicobrevin, das seit fast 50 Jahren verwendet wird und das Entstehen von Unruhe oder Reizbarkeit während der Entwöhnung verhindert
  • verschiedene homöopathische Mittel

Zu den neueren Medikamenten zur Raucherentwöhnung, die jedoch rezeptpflichtig sind, gehören zum Beispiel

  • Champix, dessen Wirkstoff Vareniclin sich direkt an den Nikotin-Rezeproren anlagert und diese für den Suchtstoff Nikotin blockiert
  • Zyban, dessen Wirkstoff Bupropion bei langfristiger Einnahme ebenfalls das Bedürfnis zu rauchen durch das Aushungern des Belohnungssystems im Gehirn senkt
  • Nicobrevin N, dessen Wirkstoff  Nicobrevin den Zellstoffwechsel aktiviert und  die Entgiftung des Körpers und der Atemwege beschleunigt

Nikotinabhängigkeit - Ursachen

Nikotin - Auswirkungen im Körper

Zigaretten enthalten zahlreiche Schadstoffe, die Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen nehmen. Die Abhängigkeit von Zigaretten ist auf einen ganz bestimmten Inhaltsstoff zurückzuführen: Nikotin.  

In einer Zigarette befinden sich durchschnittlich 13 mg Nikotin. Gebunden an kleinste Teerpartikel gelangt das Nikotin beim Rauchen in den Köper, ca. 1-2 mg pro Zigarette. Das Nikotin wandert über die Schleimhäute der Lunge in die Blutbahn und erreicht so das Gehirn. Von hier aus stimuliert das Nikotin zahlreiche Rezeptoren, die dem Menschen unter anderem ein Glücksgefühl vermitteln. Sobald das Nikotin in der Leber abgebaut wird, verspürt der Mensch das Bedürfnis, die Rezeptoren erneut zu bedienen, um erneut das Glücksgefühl auszulösen. Die Halbwertzeit des Nikotins beträgt durchschnittlich zwei Stunden.

Nikotin bindet Rezeptoren, die ein Wohlgefühl beim Menschen und womöglich Abhängigkeit erzeugen

1.       So bindet das Nikotin unter anderem Achethycholin-Rezeptoren und löst dabei die Produktion von Dopamin aus. Das Dopamin erzeugt ein Wohlgefühl beim Menschen und liefert dem Menschen womöglich den ersten plausiblen Grund ein weiteres Mal zur Zigarette zu greifen.

2.       Eine gesteigerte Wachheit und Aufmerksamkeit liegt der Aktivierung des Sympathikus zu Grunde. Er ist für die Ausschüttung von Adrenalin verantwortlich und bewirkt eine Steigerung der Herzfrequenz, womit ebenfalls der Stoffwechsel angekurbelt. Fette und Glykogen werden innerhalb kürzester Zeit abgebaut. Energie wird freigesetzt.

3.       Ein weiterer Grund süchtig zu werden, könnte die stimulierende Wirkung des Nikotins auf das Verdauungssystem sein. Diese findet durch die Stimulation des Parasympathikus statt, welcher die Magensaftproduktion freisetzt und die Darmtätigkeit anregt.

Herzinfarkt – Krankheitsbild

Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.

Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.

Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.

Herzinfarkt – Symptome

Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:

• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust

• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch

• Atemnot

• Kalter Schweiß

• Übelkeit oder Erbrechen

• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit

Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:

• Übelkeit

• Rückenschmerzen

• Müdigkeit

• Kurzatmigkeit

• Oberbauchbeschwerden

Herzinfarkt – Ursachen

Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:

• Hohes LDL-Cholesterin

o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.

o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.

o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).

• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.

• Bewegungsmangel

• Bluthochdruck

• Rauchen

• Diabetes

• Stress

• genetische Faktoren

Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.

Herzinfarkt – Therapie

Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.

Akutbehandlung

Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:

• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)

• Sauerstoffgabe

• EKG-Diagnostik

• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes

• In seltenen Fällen: Bypass-Operation

Nachbehandlung

Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:

• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte

• Bewegungstherapie, Herzsport

• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)

• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck

• Psychologische Unterstützung

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