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Influenza (Grippe)

Influenza (Grippe)

Influenza (Grippe) - Krankheitsbild

Influenza ist eine weltweit verbreitete Viruserkrankung, hervorgerufen durch das Influenza-Virus. Jährlich sind nach WHO-Schätzungen 10 bis 20 Prozent der Weltbevölkerung betroffen, aber die Mehrheit davon bekommt das eigentlich nicht mit. Bei etwa 80% der Betroffenen verläuft die Erkrankung unkompliziert und eine Influenza-Infektion wird gar nicht erkannt. Es kann jedoch zu sehr schweren Verläufen, insbesondere bei alten oder abwehrgeschwächten Menschen kommen. Häufig kommt es dann zu Komplikationen und auch zu Todesfällen. Während einer gewöhnlichen Grippesaison versterben in Deutschland ca. 5.000 bis 8.000 Patienten daran.

Die Influenza tritt saisonal in Epidemien auf, das heißt gehäuft zu einer bestimmten Zeit an bestimmten Orten. In Abständen von mehreren Jahren bis Jahrzehnten sind länderübergreifende beziehungsweise weltweite Ausbreitungen, sogenannte Pandemien, zu beobachten.

Im Gegensatz zur „echten Grippe“ handelt es sich bei einem grippalen Infekt nicht um eine Infektion mit dem Influenza-Virus, sondern um eine Erkältung. Die Ursache sind hier häufig Adeno-, Rhino-, Parainfluenza-, Coxsackie- und RS-Viren. Die Magen-Darm-Grippe hat ebenfalls nichts mit der Influenza zu tun. Dieser Begriff wird für Magen-Darm-Infektionen durch unterschiedliche Erreger verwendet, die zum Beispiel zu Erbrechen und Durchfall führen.

Influenza (Grippe) - Symptome

Die Inkubationszeit beträgt nur wenige Stunden bis drei Tage. Bereits jetzt besteht für andere Menschen eine Ansteckungsgefahr. Ein Erkrankter kann andere Menschen im Mittel für vier bis fünf Tage ab Auftreten der ersten Symptome infizieren.

Der Unterschied zwischen Grippe und Erkältung zeigt sich in der Schwere der Erkrankung und im Verlauf.

Eine Influenza beginnt oft plötzlich mit ausgeprägtem allgemeinem Krankheitsgefühl, hohem Fieber, Muskel-, Glieder- und/oder Kopfschmerzen und trockenem Reizhusten. Dazu kommen Schweißausbrüche, allgemeine Schwäche und Abgeschlagenheit. Insbesondere ältere Patienten bekommen häufig kein Fieber. Die Krankheitsdauer liegt meist bei fünf bis sieben Tagen, kann in Abhängigkeit von Komplikationen und Risikofaktoren jedoch auch deutlich länger sein.

Aufgrund des geschwächten Immunsystems können sich leicht bakterielle Infektionen entwickeln (Sekundärinfektion), die die Symptome zusätzlich verstärken. So treten zum Beispiel oft Entzündungen des Nervensystems (Gehirnhautentzündung), Mittelohr-, Herzmuskel- und Lungenentzündungen auf.

Influenza (Grippe) - Therapie

Die wichtigste Therapiemaßnahme ist die Vermeidung einer Übertragung. Es ist empfehlenswert, auf eine gute Händehygiene zu achten. Bei Erkältungs- und Grippeepidemien sollte auch auf die Begrüßung per Handschlag verzichtet werden. Es kann auch das Tragen eines Mundschutzes erwogen werden.

Einen herausragenden Stellenwert nimmt die Influenza-Impfung ein. Generell sollten chronisch Kranke, Ältere über 60, Schwangere und medizinisches Personal vor jeder Grippesaison zur Grippeschutzimpfung gehen, bevorzugt im Oktober oder November.

Der saisonale Impfstoff setzt sich jedes Jahr aus Teilen der aktuell weltweit zirkulierenden drei Virustypen (A/H1N1, A/H3N2, B) zusammen. Nach der Impfung ist der Impfschutz in 10 bis 14 Tagen aufgebaut.

Die Influenzaimpfung bietet infolge der Wandlungsfähigkeit des Erregers jedoch keinen hundertprozentigen Schutz.

Zur gezielten Therapie stehen sogenannte Virostatika (Oseltamivir und Zanamivir, siehemmen die Neuraminidase, eines der Oberflächenmoleküle des Virus) zur Verfügung, die gegen die Influenza-Viren wirken. Von manchen Experten werden der Nutzen und die Wirksamkeit dieser Medikamente allerdings angezweifelt.

Die antiviralen Mittel sind jedoch nur dann erfolgreich, wenn die Behandlung so schnell wie möglich, d.h. innerhalb der ersten 48 Stunden nach Ausbruch der Grippe beginnt. Rechtzeitig verabreicht, können sie die Dauer der Krankheit verkürzen, die Schwere mindern und die Wahrscheinlichkeit einer bakteriellen Folgeinfektion verringern.

Körperliche Schonung und Bettruhe sowie ausreichende Flüssigkeitszufuhr (insbesondere bei Fieber) sind wichtig.

Bei Husten und laufender Nase kann inhalieren sinnvoll sein, Glieder- und Kopfschmerzen lassen sich mit Schmerzmitteln lindern (Achtung: KEINE Acetylsalicylsäure bei Kindern!).

Antibiotika wirken gegen Viren nicht und sollten daher nur bei einer bakteriellen Sekundärinfektion verordnet werden.

Medizinische Studien beschäftigen sich mit der Erforschung neuer Wirk- und Impfstoffe gegen Influenza

Wenn auch Sie sich professionelle medizinische Beratung und Hilfe zum Thema „Grippe“ wünschen, stehen Ihnen eine Reihe von Spezialisten auf diesem Fachgebiet zur Verfügung – zum Beispiel das Expertenteam von emovis in Berlin.

Influenza (Grippe) - Ursachen

Übertragen wird die „echte Grippe“ meist durch Tröpfcheninfektion, aber auch die Verbreitung durch Kontakt- und Schmierinfektion ist möglich.

Es gibt verschiedene Typen des Influenza-Virus (Influenza A, B, C). Der Typ A ist am gefährlichsten und kommt auch am häufigsten vor (Subtypen z.B. H1N1, H2N2, H3N2 oder H5N1). Das Virus verändert sich ständig und erschwert damit die Vorbeugung einer Infektion. Die Ursache ist eine sehr veränderliche Erbanlage des Erregers (genetische Variabilität). Durch diese Strukturänderung wird die Immunabwehr immer wieder überwunden.

Eine Reihe von Risikofaktoren kann die Erkrankung und vor allem Komplikationen begünstigen. Zu nennen sind insbesondere chronische Lungenerkrankungen wie Asthma, Lungenemphyseme, chronische Bronchitis, Herzkrankheiten, Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes, HIV, Krebs, Schwangerschaft sowie höheres Alter.

Neurasthenie – wörtlich übersetzt „Nervenschwäche“

Die Neurasthenie – auch bekannt als Nervenschwäche – ist einepsychische Störung, die durch eine anhaltende nervliche und körperlicheErschöpfung gekennzeichnet ist. Betroffene fühlen sich dauerhaftüberfordert und erleben bereits bei geringer geistiger oder körperlicherBelastung eine ausgeprägte Ermüdung. Die Beschwerden bestehen über einenlängeren Zeitraum und lassen sich nicht ausreichend durch Ruhe oder Schlafbeheben.

Die Neurasthenie zählt zu den stress‑ underschöpfungsassoziierten Störungsbildern und weist meist einen schleichenden,chronischen Verlauf auf. Charakteristisch ist, dass sich dieBeeinträchtigungen nicht durch eine eindeutige organische Ursache erklärenlassen. Das subjektive Krankheitsgefühl ist häufig von dem Eindruck geprägt,den alltäglichen Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein. Aufgrundinhaltlicher Überschneidungen mit anderen psychischen Erkrankungen ist eineklare Abgrenzung erforderlich.

 

Neurasthenie vs. Burnout

Neurasthenie und Burnout weisen in ihrem Erscheinungsbilddeutliche Überschneidungen auf. Beide Krankheitsbilder sind durch eineausgeprägte geistige und körperliche Erschöpfung gekennzeichnet und betreffenvor allem Menschen, die über längere Zeit hohen beruflichen oder privatenAnforderungen ausgesetzt sind.

Die Neurasthenie wurde bereits im 19. Jahrhundert alsFolge gesellschaftlicher und beruflicher Überforderung beschrieben. Der Fokus derErkrankung liegt auf einer allgemeinen Erschöpfung des Nervensystems.

Burnout hingegen ist ein vergleichsweise moderner Begriff und wird vor allem imberuflichen Kontext verwendet. Er beschreibt einen Zustand emotionaler,mentaler und körperlicher Erschöpfung, der meist in Zusammenhang mitchronischem Arbeitsstress steht. Im Gegensatz zur Neurasthenie ist Burnoutkeine eigenständige medizinische Diagnose in allen Klassifikationssystemen,sondern eher ein arbeitsbezogenes Erschöpfungssyndrom.

 

Neurasthenie – Symptome

Neurasthenie Symptome – psychische und körperlicheBeschwerden

Bei den Neurasthenie-Symptomen stehen Erschöpfung,Reizbarkeit und Leistungsabfall im Vordergrund. Hinzu kommen häufigKonzentrations‑ und Gedächtnisstörungen, innere Unruhe sowie eine verminderteBelastbarkeit. Viele Betroffene berichten über das Gefühl, „nervlichausgelaugt“ zu sein.

Neben den psychischen Symptomen treten oft auch körperlicheBeschwerden auf, etwa:

  • Kopfschmerzen  oder Druckgefühl im Kopf
  • Muskel‑ und Gliederschmerzen
  • Schlafstörungen (Ein‑ oder Durchschlafstörungen)
  • Schwindel
  • Herzklopfen oder Magen‑Darm‑Beschwerden

 

Neurasthenie und Nervenschmerzen?

Bei einer Neurasthenie können schmerzartige Empfindungenauftreten, die von Betroffenen mitunter als Nervenschmerzen beschrieben werden.Dabei handelt es sich jedoch meist nicht um echte neuropathischeNervenschmerzen im Sinne einer nachweisbaren Nervenschädigung.

Nervenschmerzen Burnout: Auch ein Burnout geht häufig mitkörperlichen Beschwerden einher, die von den Betroffenen manchmal alsNervenschmerzen bezeichnet werden. Diese sind jedoch meist nicht neuropathischim medizinischen Sinne.

 

Neurasthenie Diagnose

Die Diagnose der Neurasthenie erfolgt überwiegend aufGrundlage eines ausführlichen ärztlichen oder psychotherapeutischen Gesprächs.Dabei werden Art, Dauer und Verlauf der Beschwerden sowie mögliche Belastungenim Alltag erfasst. Charakteristisch ist, dass die Erschöpfung über einenlängeren Zeitraum besteht und die körperliche sowie geistige Belastbarkeitdeutlich vermindert ist. Ein wichtiges Kriterium ist, dass sich die Beschwerdendurch Ruhe oder Schlaf nicht ausreichend bessern.


Im Rahmen der Diagnostik ist es notwendig, mögliche organische Ursachenauszuschließen, die ähnliche Symptome hervorrufen könnten. Dazu könnenkörperliche Untersuchungen und ergänzende diagnostische Maßnahmen gehören.Außerdem erfolgt eine sorgfältige Abgrenzung zu anderen psychischenErkrankungen, da Überschneidungen bestehen können. Die Diagnose wird daherstets im Gesamtkontext der individuellen Lebenssituation gestellt. In der ICD‑10ist die Neurasthenie als eigenständige Diagnose klassifiziert.

 

 

Neurasthenie– Therapie

Neurasthenie Behandlung – in der Regel ganzheitlich undindividuell angepasst

Die Neurasthenie-Therapie dient der Wiederherstellung derkörperlichen und geistigen Belastbarkeit, der Verbesserung von Schlaf undErholung, der Reduktion von Reizbarkeit und Erschöpfung sowie der langfristigenStressbewältigung und Rückfallprophylaxe.

Im Vordergrund der Neurasthenie-Behandlung steht nicht einemedikamentöse Therapie, sondern die Veränderung belastender Faktoren undder Aufbau von Erholungs‑ und Bewältigungsstrategien.

Hierzu gehören:

·       Entlastung und Stressreduktion: Ein zentraler Bestandteil der Behandlung ist die Reduktionchronischer Überforderung. Hierzu gehören eine Identifikation vonStressauslösern im Alltag, eine Anpassung von Arbeits‑ und Lebensbedingungensowie bewusste Pausen und Erholungszeiten. Ziel ist es, das Nervensystem ausdem dauerhaften „Alarmzustand“ herauszuführen.

·       Psychotherapeutische Unterstützung: Häufig ist eine psychotherapeutische Begleitungsinnvoll, z. B. kognitiveVerhaltenstherapie oder stress‑ und lösungsorientierte Therapieansätze. Dabeiwerden unter anderem ungünstige Denk‑ und Verhaltensmuster erkannt, realistischeLeistungsgrenzen erlernt und gesunde Bewältigungsstrategien aufgebaut.

·       Förderung eines gesunden Lebensstils: Eine stabile Lebensführung unterstützt die Erholung.Hierzu gehören ein regelmäßiger Schlaf‑Wach‑Rhythmus, ausreichend Bewegung,eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf übermäßigen Konsum von Koffein,Nikotin oder Alkohol.

·       Entspannungsverfahren: Zur Beruhigung des Nervensystems haben sich progressiveMuskelentspannung, autogenes Training, Atemübungen sowie Achtsamkeits‑ undEntspannungstechniken bewährt.

·       Medikamentöse Behandlung: Medikamente können kurzzeitig bei ausgeprägtenSchlafstörungen, Angst oder depressiver Verstimmung eingesetzt werden. Diessollte immer ärztlich begleitet werden und symptomorientiert erfolgen.

 

Neurasthenie– Ursachen

NeurasthenieUrsachen – viele Faktoren spielen eine Rolle

·       Chronischer Stress und Überforderung: Die häufigste Ursache für Neurasthenie ist einelangandauernde körperliche oder psychische Überlastung, z. B. durch hohen Leistungsdruck imBeruf oder Studium, Mehrfachbelastungen (Arbeit, Familie, Pflege) oder fehlendeErholungsphasen. Das Nervensystem bleibt dauerhaft in Alarmbereitschaft undkann sich nicht mehr ausreichend regenerieren.

·       Psychische Belastungen und emotionale Konflikte, beispielsweise ungelösteinnere Konflikte, anhaltende Sorgen oder Ängste sowie belastendeLebensereignisse (z. B. Trennung, Verlust, Krankheit)

·       Persönlichkeitsfaktoren: Bestimmte Eigenschaften erhöhen das Risiko für eineNeurasthenie, beispielsweise Perfektionismus, hoher Leistungsanspruch an sichselbst, Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen oder ein starkesVerantwortungsgefühl. Die Betroffenen überfordern sich häufig selbst undignorieren Warnsignale des Körpers.

·       Eine ungünstige Lebensweise schwächt die körperliche und nervliche Belastbarkeitzusätzlich. Hierzu gehören Schlafmangel oder Schlafstörungen, fehlendeErholungszeiten, Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährung und übermäßigerKonsum von Koffein, Nikotin oder Alkohol

·       Körperliche Erkrankungen oder Erschöpfungszustände können sich auf das Nervensystemübertragen und neurasthenische Beschwerden begünstigen. Hierzu gehörenInfektionen oder langwierige körperliche Erkrankungen, hormonelle Störungenoder anhaltende körperliche Schwäche nach Krankheiten.

·       Gesellschaftliche und soziale Faktoren, beispielsweise hoherZeitdruck, ständige Erreichbarkeit, fehlende soziale Unterstützung und beruflicheoder finanzielle Unsicherheit

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