Definition:Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Zusammenhang mit Übergewicht beziehen sich auf verschiedene Herz-Kreislauf-Probleme, die durch überschüssiges Körperfett und eine gestörte Stoffwechselfunktion verursacht oder verschärft werden. Hierzu gehören Erkrankungen wie Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz und Schlaganfall.
Auswirkungen auf Betroffene:Übergewicht ist ein bedeutender Risikofaktor für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann deren Schweregrad beeinflussen. Diese Erkrankungen können zu ernsthaften Komplikationen und einer Beeinträchtigung der Lebensqualität führen.
Bluthochdruck (Hypertonie):Erhöhter Blutdruck, der zu Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und langfristig zu Herz-Kreislauf-Komplikationen führen kann.
Koronare Herzkrankheit (KHK):Symptome können Brustschmerzen, Atemnot und in schweren Fällen Herzinfarkt sein.
Herzinsuffizienz:Schwäche, Atemnot, Wassereinlagerungen (Ödeme) können Anzeichen einer Herzinsuffizienz sein.
Schlaganfall:Ein Schlaganfall kann zu plötzlichen neurologischen Ausfällen, wie Lähmungen oder Sprachstörungen, führen.
Gewichtsmanagement:Eine Gewichtsreduktion durch gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung ist entscheidend, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.
Blutdruckkontrolle:Die Überwachung und Kontrolle des Blutdrucks ist wichtig, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.
Herzgesunde Ernährung:Eine ausgewogene Ernährung mit Betonung von Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und magerem Eiweiß ist wichtig.
Regelmäßige Bewegung:Körperliche Aktivität unterstützt das Gewichtsmanagement und fördert die Herzgesundheit.
Medikamentöse Therapie:In einigen Fällen kann die medikamentöse Therapie zur Kontrolle von Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker notwendig sein.
Die Prävention und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Übergewicht erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der auf Lebensstiländerungen, medikamentöser Therapie und enger ärztlicher Betreuung basiert. Ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Ernährungsberatern und Physiotherapeuten kann hierbei unterstützen.
Übergewicht und Adipositas:Übergewicht führt zu einer Zunahme von Körperfett, insbesondere im Bauchbereich, was zu metabolischen Veränderungen und Entzündungsprozessen führen kann.
Insulinresistenz und Diabetes:Übergewicht kann die Entwicklung von Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes fördern, was wiederum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.
Fettstoffwechselstörungen:Übergewicht ist mit Veränderungen im Fettstoffwechsel verbunden, einschließlich erhöhtem LDL-Cholesterin und Triglyceriden.
Entzündungsprozesse:Überschüssiges Fettgewebe produziert entzündungsfördernde Substanzen, die eine Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen können.
Herzinfarkt – Krankheitsbild
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.
Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.
Herzinfarkt – Symptome
Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:
• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch
• Atemnot
• Kalter Schweiß
• Übelkeit oder Erbrechen
• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit
Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:
• Übelkeit
• Rückenschmerzen
• Müdigkeit
• Kurzatmigkeit
• Oberbauchbeschwerden
Herzinfarkt – Ursachen
Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:
• Hohes LDL-Cholesterin
o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.
o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.
o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).
• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.
• Bewegungsmangel
• Bluthochdruck
• Rauchen
• Diabetes
• Stress
• genetische Faktoren
Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.
Herzinfarkt – Therapie
Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.
Akutbehandlung
Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)
• Sauerstoffgabe
• EKG-Diagnostik
• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes
• In seltenen Fällen: Bypass-Operation
Nachbehandlung
Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte
• Bewegungstherapie, Herzsport
• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)
• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck
• Psychologische Unterstützung
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