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Harnwegsinfektionen

Harnwegsinfektionen - Krankheitsbild

Harnwegsinfektionen gehören zu den häufigsten Behandlungsanlässen und Infektionen bei Erwachsenen. Man unterscheidet unkomplizierte und komplizierte Harnwegsinfektionen, wobei ein wiederholtes Auftreten möglich ist. Die folgende Beschreibung befasst sich mit der rezidivierenden (wiederkehrenden) unkomplizierten Harnwegsinfektion (HWI).

Diagnostik

Neben den klinischen Symptomen und der Anamnese ist die Urinuntersuchung wegweisend für die Diagnosestellung. Dabei wird eine sogenannte Mittelstrahlurinprobe abgegeben, woraufhin der Urin mittels Teststreifen und Mikroskop untersucht wird. Hierbei können im Rahmen eines Harnwegsinfektes beispielsweise rote und weiße Blutkörperchen und Bakterien nachgewiesen werden.

Oftmals wird eine Urinkultur angelegt mit der einerseits geprüft werden kann, um welchen Keim es sich handelt, andererseits wird eine Resistenzprüfung durchgeführt, aus der ersichtlich wird, ob ein ggf. verordnetes Antibiotikum wirksam ist.

Harnwegsinfektionen - Symptome

Typischerweise treten brennende Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, abgeschwächter Harnstrahl und/oder Unterbauchschmerzen auf. Mitunter klagen Betroffene auch über Ausfluss der Harnröhre oder teils unkontrollierten Urinverlust (Inkontinenz). Bei starken Entzündungen können darüber hinaus blutige Beimengungen, die zu einer fleischwasserfarbenen Verfärbung des Urins führen, beobachtet werden. Zwar liegen in der Regel mehrere Symptome gleichzeitig vor, es besteht jedoch zudem die Möglichkeit, dass keinerlei Beschwerden beobachtet werden. In diesem Fall spricht man von einer symptomlosen Bakteriurie.

Vorsicht ist geboten, wenn Beschwerden auf eine schwere Entzündung bzw. Erkrankung hinweisen. Dazu gehören unter anderem Fieber (> 38°C), Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen, Flankenschmerzen auf einer oder beiden Seiten oder ein mehr oder weniger ausgeprägtes, grippeähnliches Krankheitsgefühl. Dies können Hinweise für eine komplizierte Harnwegsinfektion sein, ein Arztbesuch ist in solchen Fällen unbedingt erforderlich.

Harnwegsinfektionen - Therapie

Ganz allgemein ist es dienlich, die Trinkmenge (> 1,5 L) zu steigern, sofern keine Kontraindikationen vorliegen. Es sollte kein Harnverhalt stattfinden, sondern gleichsam zur Spülung der Blase häufiges Wasserlassen erfolgen und die Blase möglichst vollständig geleert werden. Wärmeanwendung wird meist als wohltuend empfunden. Naturheilkundlich werden Blasen- und Nierentees angewandt, auch Cranberrysaft oder Preiselbeersaft sind möglich. Schulmedizinisch, d. h. mittels Studien, sind diese Verfahren nicht eindeutig belegbar, werden aber immer wieder als hilfreich beschrieben.

Die alternative Behandlung besteht im Einsatz von Antibiotika: Hochwirksame Medikamente, die allerdings nebst Risiko für Wirkungsverlust mit Neben- und Wechselwirkungspotenzial verbunden sind. Die Antibiotikaempfindlichkeit von Keimen ist wechselnd, ein spezifischer Einsatz ist nur durch die vorherige Harnkultur möglich, was allerdings den Behandlungsbeginn verzögert. In Deutschland zeigten sich in der Vergangenheit zunehmende Antibiotikaresistenzraten bei Erregern unkomplizierter HWI, weswegen eine genaue Abwägung erforderlich ist.

Die Abwägung zwischen diesen beiden unterschiedlichen Strategien muss im Einzelfall und unter Berücksichtigung der Schwere der Erkrankung, der Infrastruktur und des Patientenwunschs erfolgen. Eine komplizierte Harnwegsinfektion beispielsweise ist antibiotikapflichtig, da hier das Risiko schwerwiegender Folgen (z. B. Narbenbildung, Nierenfunktionsverlust) höher zu bewerten ist als das Risiko der Therapie. Weiterführende Untersuchungen werden ggf. durch einen Urologen eingeleitet, die Prüfung und Beurteilung einer eventuell vorliegenden Nierenfunktionsschwäche (Niereninsuffizienz) hingegen ist eine internistische Fragestellung und wird durch Nephrologen behandelt.

Sinnvoll ist es, das Auftreten von Blasenentzündungen möglichst zu vermeiden: Vorbeugend sollten geschlechtsaktive Frauen nach dem Verkehr Wasser lassen. Nach dem Stuhlgang sollte außerdem darauf geachtet werden, dass von der Scheide zum Anus hin gereinigt wird. Intimlotionen und Seifen stören den Säureschutzmantel und das natürliche Keimmilieu, welches vor Bakterien schützt, und sollten aus diesem Grund vermieden werden.

Die Suche nach wirksamen Heilmitteln, die rasch die Symptome lindern und kaum Nebenwirkungen haben, muss jedoch weiter fortgesetzt werden.

Definition und Ursachen

Der Urin wird in den Nieren gebildet und über die Harnleiter zur Harnblase transportiert. Die Harnblase ist ein dehnbarer Hohlmuskel und kann den Urin „zwischenspeichern“, bis zu einem geeigneten Zeitpunkt eine Entleerung stattfinden kann. Normalerweise finden sich keine Bakterien in den genannten Harnwegen, mitunter kommt es jedoch vor, dass sich dort Bakterien ansiedeln können – am häufigsten handelt es sich dabei um Escherichia Coli, einen Darmkeim.
Im Falle einer Infektion kommt es zu einem Keimwachstum mit Vermehrung der Bakterien und in der Folge zu einer Entzündung, die wiederum entsprechende Beschwerden hervorrufen kann. Bei häufigem Auftreten spricht man von rezidivierender Harnwegsinfektion.
Eine HWI wird als unkompliziert eingestuft, sofern keine den Harnabfluss behindernden Störungen, wie z. B. Harnsteine, Tumore, Fehlbildungen der Harnwege oder narbige Verziehungen, vorliegen.

Herzinfarkt – Krankheitsbild

Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.

Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.

Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.

Herzinfarkt – Symptome

Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:

• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust

• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch

• Atemnot

• Kalter Schweiß

• Übelkeit oder Erbrechen

• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit

Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:

• Übelkeit

• Rückenschmerzen

• Müdigkeit

• Kurzatmigkeit

• Oberbauchbeschwerden

Herzinfarkt – Ursachen

Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:

• Hohes LDL-Cholesterin

o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.

o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.

o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).

• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.

• Bewegungsmangel

• Bluthochdruck

• Rauchen

• Diabetes

• Stress

• genetische Faktoren

Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.

Herzinfarkt – Therapie

Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.

Akutbehandlung

Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:

• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)

• Sauerstoffgabe

• EKG-Diagnostik

• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes

• In seltenen Fällen: Bypass-Operation

Nachbehandlung

Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:

• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte

• Bewegungstherapie, Herzsport

• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)

• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck

• Psychologische Unterstützung

Für Betroffene

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