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Funktionelle Herzbeschwerden

Funktionelle Herzbeschwerden

Definition

Funktionelle Herzbeschwerden, auch als nicht-kardiale Brustschmerzen oder kardiale Neurose bezeichnet, sind Herzbeschwerden, die nicht auf strukturelle, organische Probleme des Herzens zurückzuführen sind. Sie können durch Stress, Angst oder andere psychische Belastungen verursacht werden.

Funktionelle Herzbeschwerden – Symptome

Die Symptome können variieren, aber typischerweise umfassen sie:

  1. Brustschmerzen oder Unbehagen: Dies kann sich als Druck, Brennen oder Engegefühl in der Brust äußern. Die Schmerzen können auch in den Hals, die Schultern, den Rücken oder die Arme ausstrahlen.
  2. Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag: Betroffene können das Gefühl haben, dass ihr Herz zu schnell schlägt oder unregelmäßig schlägt, auch wenn keine organische Ursache dafür vorliegt.
  3. Palpitationen: Das Wahrnehmen des eigenen Herzschlags kann verstärkt auftreten und als unangenehm empfunden werden.
  4. Atemnot: Das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen oder schwer zu atmen, kann auftreten, obwohl die Lungenfunktion normal ist.
  5. Schwindel oder Benommenheit: Betroffene können sich schwindlig fühlen, insbesondere in Verbindung mit den anderen Symptomen.
  6. Müdigkeit oder Schwäche: Funktionelle Herzbeschwerden können auch mit allgemeiner Müdigkeit oder Schwäche einhergehen.
  7. Angst oder Panikattacken: Die Symptome können Angst oder Panik verursachen, was den Teufelskreis aus psychischem Stress und körperlichen Beschwerden verstärken kann.

Funktionelle Herzbeschwerden – Therapie

Die Behandlung von funktionellen Herzbeschwerden konzentriert sich oft auf die Bewältigung der zugrunde liegenden psychologischen Faktoren und das Management der Symptome. Hier sind einige gängige Ansätze zur Therapie:

  1. Psychotherapie: Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eine häufig verwendete Form der Psychotherapie für Menschen mit funktionellen Herzbeschwerden. Diese Therapie hilft dabei, negative Denkmuster und Verhaltensweisen zu identifizieren und zu ändern, die zu Angst und Stress beitragen können.
  2. Entspannungstechniken: Techniken wie progressive Muskelentspannung, tiefes Atmen, Meditation und Achtsamkeitsübungen können helfen, Stress abzubauen und die körperliche Entspannung zu fördern.
  3. Stressmanagement: Strategien zur Bewältigung von Stress, wie Zeitmanagement, die Priorisierung von Aufgaben, regelmäßige Pausen und das Erstellen eines unterstützenden sozialen Netzwerks, können helfen, die Symptome zu reduzieren.
  4. Pharmakotherapie: In einigen Fällen können Medikamente zur kurzfristigen Linderung von Symptomen wie Angstzuständen oder Schlaflosigkeit verschrieben werden. Antidepressiva oder Angstlöser können ebenfalls in Betracht gezogen werden, insbesondere wenn psychische Probleme vorhanden sind.
  5. Bewegung und körperliche Aktivität: Regelmäßige Bewegung kann dazu beitragen, Stress abzubauen, die Stimmung zu verbessern und die allgemeine Gesundheit zu fördern. Es ist wichtig, jedoch ein angemessenes Maß an körperlicher Aktivität zu wählen und extreme Anstrengungen zu vermeiden, die die Symptome verschlimmern könnten.
  6. Patientenaufklärung und Selbstmanagement: Die Aufklärung des Patienten über funktionelle Herzbeschwerden, einschließlich der Beruhigung darüber, dass die Symptome zwar beängstigend sein können, aber in der Regel nicht lebensbedrohlich sind, kann helfen, die Angst zu reduzieren. Das Erlernen von Selbstmanagementtechniken, um mit Symptomen umzugehen, kann ebenfalls hilfreich sein.
  7. Unterstützung durch Selbsthilfegruppen oder Beratungsstellen: Der Austausch mit anderen Personen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, kann emotional unterstützend sein und dazu beitragen, dass Betroffene sich weniger isoliert fühlen.

Die Behandlung sollte individuell auf die Bedürfnisse und Umstände des Patienten zugeschnitten sein. Eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Patienten und einem multidisziplinären Behandlungsteam, bestehend aus Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten und anderen Fachleuten, kann am effektivsten sein, um die Symptome zu bewältigen und die Lebensqualität zu verbessern.

Funktionelle Herzbeschwerden – Ursachen

Die genauen Ursachen für funktionelle Herzbeschwerden sind nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass eine Kombination aus psychologischen, physiologischen und sozialen Faktoren eine Rolle spielt. Einige potenzielle Ursachen sind:

  1. Psychologische Faktoren: Stress, Angst, Depressionen und andere psychische Belastungen können funktionelle Herzbeschwerden auslösen oder verschlimmern. Diese Emotionen können das autonome Nervensystem beeinflussen und zu Symptomen wie erhöhtem Herzschlag, Brustschmerzen und Unwohlsein führen.
  2. Somatisierung: Manchmal können Menschen körperliche Symptome manifestieren, die auf psychische Probleme zurückzuführen sind. Dies wird als Somatisierung bezeichnet und kann dazu führen, dass Personen tatsächliche körperliche Beschwerden empfinden, obwohl keine organische Ursache vorliegt.
  3. Hypervigilanz: Personen mit funktionellen Herzbeschwerden können übermäßig auf körperliche Empfindungen achten und diese als bedrohlich interpretieren. Dies kann zu einem Teufelskreis führen, bei dem die Aufmerksamkeit auf die Symptome gerichtet ist, was wiederum die Symptome verstärkt.
  4. Lebensstilfaktoren: Ungesunde Lebensgewohnheiten wie unzureichende körperliche Bewegung, schlechte Ernährung, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum können das Risiko für funktionelle Herzbeschwerden erhöhen oder vorhandene Symptome verschlimmern.
  5. Soziale und Umweltfaktoren: Belastende Lebensereignisse, Beziehungsprobleme, finanzielle Schwierigkeiten und andere soziale Stressoren können dazu beitragen, dass funktionelle Herzbeschwerden auftreten oder sich verschlimmern.

Herzinfarkt – Krankheitsbild

Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.

Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.

Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.

Herzinfarkt – Symptome

Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:

• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust

• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch

• Atemnot

• Kalter Schweiß

• Übelkeit oder Erbrechen

• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit

Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:

• Übelkeit

• Rückenschmerzen

• Müdigkeit

• Kurzatmigkeit

• Oberbauchbeschwerden

Herzinfarkt – Ursachen

Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:

• Hohes LDL-Cholesterin

o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.

o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.

o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).

• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.

• Bewegungsmangel

• Bluthochdruck

• Rauchen

• Diabetes

• Stress

• genetische Faktoren

Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.

Herzinfarkt – Therapie

Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.

Akutbehandlung

Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:

• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)

• Sauerstoffgabe

• EKG-Diagnostik

• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes

• In seltenen Fällen: Bypass-Operation

Nachbehandlung

Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:

• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte

• Bewegungstherapie, Herzsport

• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)

• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck

• Psychologische Unterstützung

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