Definition:Diabetische Neuropathie ist eine diabetische Komplikation, die durch Nervenschäden infolge langfristig erhöhter Blutzuckerspiegel verursacht wird. Diese Schädigungen können verschiedene Nerven im gesamten Körper betreffen.
Auswirkungen auf Betroffene:Diabetische Neuropathie kann zu einer Vielzahl von Symptomen führen, die von milden Beschwerden bis zu schweren Beeinträchtigungen reichen. Dies kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Sensorische Neuropathie:
Autonome Neuropathie:
Muskuläre Neuropathie:
Blutzuckerkontrolle:Eine gute Blutzuckereinstellung ist entscheidend, um das Fortschreiten der diabetischen Neuropathie zu verlangsamen.
Schmerzmanagement:Medikamentöse Therapie, einschließlich Schmerzmittel und Medikamente zur Nervenstabilisierung, kann zur Linderung von Symptomen beitragen.
Physiotherapie:Physiotherapie kann dazu beitragen, Muskelkraft zu erhalten, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern.
Lebensstiländerungen:Rauchverzicht, Alkoholreduktion und eine gesunde Lebensweise können das Risiko für diabetische Neuropathie und ihre Progression verringern.
Die Behandlung von diabetischer Neuropathie erfordert eine umfassende Herangehensweise, die auf die individuellen Bedürfnisse und Symptome des Patienten zugeschnitten ist. Die enge Zusammenarbeit mit einem Diabetologen und anderen Fachärzten ist entscheidend für eine optimale Betreuung.
Chronisch hoher Blutzucker:Der Hauptfaktor für diabetische Neuropathie ist der langfristig erhöhte Blutzuckerspiegel, der die Nerven schädigt.
Entzündungsprozesse:Entzündungsreaktionen im Zusammenhang mit Diabetes können ebenfalls zu Nervenschäden beitragen.
Genetische Veranlagung:Genetische Faktoren können das Risiko für die Entwicklung von diabetischer Neuropathie beeinflussen.
Andere Risikofaktoren:Faktoren wie Bluthochdruck, Rauchen und Alkoholkonsum können das Risiko für diabetische Neuropathie erhöhen.
Herzinfarkt – Krankheitsbild
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.
Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.
Herzinfarkt – Symptome
Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:
• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch
• Atemnot
• Kalter Schweiß
• Übelkeit oder Erbrechen
• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit
Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:
• Übelkeit
• Rückenschmerzen
• Müdigkeit
• Kurzatmigkeit
• Oberbauchbeschwerden
Herzinfarkt – Ursachen
Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:
• Hohes LDL-Cholesterin
o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.
o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.
o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).
• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.
• Bewegungsmangel
• Bluthochdruck
• Rauchen
• Diabetes
• Stress
• genetische Faktoren
Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.
Herzinfarkt – Therapie
Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.
Akutbehandlung
Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)
• Sauerstoffgabe
• EKG-Diagnostik
• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes
• In seltenen Fällen: Bypass-Operation
Nachbehandlung
Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte
• Bewegungstherapie, Herzsport
• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)
• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck
• Psychologische Unterstützung
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