Junge Frau sitzt alleine und nachdenklich in einem dunklen ZimmerTherapiegebiete
Home
/
Kopf und Psyche
/
Burn out

Burn out

Burn out - Krankheitsbild

Neurasthenie (Burn-Out-Syndrom) muss ernst genommen werden

Neurasthenie ist eine vorübergehende Erschöpfung und Schwäche des Nervensystems, die vielfach auch als nervöse Erschöpfung bezeichnet wird. Die Bezeichnung Neurasthenie wird heute jedoch kaum noch verwendet – das Syndrom der nervösen Erschöpfung ist heute weitaus bekannter unter dem Namen „Burn Out-Syndrom“. Betroffene können die Krankheitssymptome oftmals nicht deuten. Auch der erste Gang zum Hausarzt endet häufig ergebnislos, da den körperlichen Symptomen keine pathologische Ursache zugeschrieben werden kann. Viele Menschen, die unter Neurasthenie leiden, haben Angst als Hypochonder dargestellt zu werden und im privaten und beruflichen Umfeld sowie auch vom Arzt nicht ernst genommen zu werden.

Ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen!

Wenn auch Sie unter andauernder Erschöpfung und körperlichen Funktionsstörungen leiden, die Sie im Alltag einschränken, leiden auch Sie möglicherweise unter einem Burn Out. Andauernde Müdigkeit muss jedoch nicht zwingend auf ein Burn Out bzw. eine nervöse Erschöpfung hindeuten, viele körperliche Erkrankungen können sich zunächst so äußern. Deshalb sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen, der Sie gründlich untersucht.

Wenn auch Sie sich kompetente medizinische Beratung zum Thema Neurasthenie und Burn Out Syndromwünschen, stehen Ihnen auf diesem Fachgebiet Spezialisten zur Verfügung – zum Beispiel das Expertenteam von emovis in Berlin.

Burn out - Symptome

Die Symptomatik der Neurasthenie ist Vielfältig

Neurasthenie oder auch Burn Out gehören zu den Somatisierungsstörungen, womit seelische Probleme bezeichnet werden, die zu sichtbaren körperlichen Problemen führen. Symptome, die auf eine nervöse Erschöpfung hindeuten, sind vielfältig:

  • schnelle Erschöpfung
  • ausgeprägte Schlafstörungen
  • Angstzustände
  • Nervosität
  • Schmerzen
  • Unruhe
  • Andauernde Müdigkeit
  • Übelkeit

Falls Sie ähnliche Beschwerden haben und diese über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten anhalten, könnte dies auf eine Neurasthenie hindeuten. Einer Diagnose entspricht das Bejahen einiger dieser Symptomejedoch nicht. Vielmehr äußert sich das Burn Out Syndrom auf verschiedene Weisen, die von Betroffenem zu Betroffenem variieren. Einige Menschen, die unter nervöser Erschöpfung leiden, neigen zu Antriebslosigkeit bis hin zur Gleichgültigkeit, während andere über starkes, permanentes Herzklopfen klagen. Auch Übelkeit und Blähungen können mit einer Neurasthenie einhergehen – genau wie Impotenz, Frigidität und Menstruationsstörungen.

Burn out - Therapie

Viel Ruhe gegen Neurasthenie

Für die Behandlung eines Burn Out-Syndroms ist es von großer Wichtigkeit, die Ursachen für die Erkrankung festzustellen, damit Rückfällen entgegengewirkt werden kann. Besonders wichtig für Betroffene sind ausreichend Schlaf und das Vermeiden von Stress. Auch Spazierengehen, Sport, Yoga, autogenes Training oder Muskelentspannung können zur Genesung beitragen. Wichtig ist dabei, diese Zeiten der Entspannung fest in den Terminkalender zu integrieren. Ein kurzer Urlaub dient der Behandlung dabei wenig, da an NeurasthenieErkrankte nicht die Fähigkeit besitzen, sich von den Zwängen ihres Alltags und dem Leistungsdruck zu befreien.

Es gibt Behandlungsangebote, bei denen mit Hilfe einer Verhaltenstherapie gezielt Strategien für den einzelnen Erkrankten entwickelt werden, um mit alltäglichen Stresssituationen besser umgehen zu können und zu hohe Belastung zu vermeiden. Diese Therapie kann auch durch eine medikamentöse Behandlung, zum Beispiel mit einem Antidepressivum, ergänzt werden. Vielen Menschen, die unter dem Burn Out-Syndrom leiden, hilft auch eine Gruppentherapie, bei der sie sich mit anderen Betroffenen austauschen können.

In Apotheken und Drogerien sind auch zahlreiche pflanzliche Präperate gegen Erschöpfungszustände erhältlich. Zu den meisten dieser Produkte liegen jedoch keine wissenschaftlichen Überprüfungen der Wirksamkeit vor.

Burn out - Ursachen

Neurasthenie bildet sich zumeist infolge lange andauernder seelischer Anspannung oder Stresszuständen, wie auch durch lange Krankheit. So wird Neurasthenie häufig bei Patienten in Reha-Maßnahmen diagnostiziert, jedoch auch vielfach bei Menschen, die beruflich dauerhaft unter hohem Druck stehen. Dies führt dazu, dass sich Betroffene durch diesen hohen Leistungsdruck von Vorgesetzten, aber auch von Kunden und Kollegen, mehr und mehr gehetzt fühlen und mitunter den Eindruck bekommen, nicht mehrt selbstständig zu handeln, sondern fremdbestimmt zu funktionieren. Weitere Ursachen für Neurasthenie oder Burn Out sind auch besonders ausgeprägte persönliche Eigenschaften bestimmter Menschen. Dazu gehören Eigenschaften wie Ehrgeiz, Perfektionismus, mangelnde Stressbewältigungsstrategien, sowie das Helfersyndrom und die Unfähigkeit „Nein“ sagen zu können. Dabei ist normaler Ehrgeiz noch kein Auslöser für nervöse Erschöpfung – die aufgezählten Charakteristika werden jedoch bis zu dem Maße ausgeprägt, an dem Betroffene ihren eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden können und sich regelrecht ausgebrannt fühlen.

Neurasthenie – wörtlich übersetzt „Nervenschwäche“

Die Neurasthenie – auch bekannt als Nervenschwäche – ist einepsychische Störung, die durch eine anhaltende nervliche und körperlicheErschöpfung gekennzeichnet ist. Betroffene fühlen sich dauerhaftüberfordert und erleben bereits bei geringer geistiger oder körperlicherBelastung eine ausgeprägte Ermüdung. Die Beschwerden bestehen über einenlängeren Zeitraum und lassen sich nicht ausreichend durch Ruhe oder Schlafbeheben.

Die Neurasthenie zählt zu den stress‑ underschöpfungsassoziierten Störungsbildern und weist meist einen schleichenden,chronischen Verlauf auf. Charakteristisch ist, dass sich dieBeeinträchtigungen nicht durch eine eindeutige organische Ursache erklärenlassen. Das subjektive Krankheitsgefühl ist häufig von dem Eindruck geprägt,den alltäglichen Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein. Aufgrundinhaltlicher Überschneidungen mit anderen psychischen Erkrankungen ist eineklare Abgrenzung erforderlich.

 

Neurasthenie vs. Burnout

Neurasthenie und Burnout weisen in ihrem Erscheinungsbilddeutliche Überschneidungen auf. Beide Krankheitsbilder sind durch eineausgeprägte geistige und körperliche Erschöpfung gekennzeichnet und betreffenvor allem Menschen, die über längere Zeit hohen beruflichen oder privatenAnforderungen ausgesetzt sind.

Die Neurasthenie wurde bereits im 19. Jahrhundert alsFolge gesellschaftlicher und beruflicher Überforderung beschrieben. Der Fokus derErkrankung liegt auf einer allgemeinen Erschöpfung des Nervensystems.

Burnout hingegen ist ein vergleichsweise moderner Begriff und wird vor allem imberuflichen Kontext verwendet. Er beschreibt einen Zustand emotionaler,mentaler und körperlicher Erschöpfung, der meist in Zusammenhang mitchronischem Arbeitsstress steht. Im Gegensatz zur Neurasthenie ist Burnoutkeine eigenständige medizinische Diagnose in allen Klassifikationssystemen,sondern eher ein arbeitsbezogenes Erschöpfungssyndrom.

 

Neurasthenie – Symptome

Neurasthenie Symptome – psychische und körperlicheBeschwerden

Bei den Neurasthenie-Symptomen stehen Erschöpfung,Reizbarkeit und Leistungsabfall im Vordergrund. Hinzu kommen häufigKonzentrations‑ und Gedächtnisstörungen, innere Unruhe sowie eine verminderteBelastbarkeit. Viele Betroffene berichten über das Gefühl, „nervlichausgelaugt“ zu sein.

Neben den psychischen Symptomen treten oft auch körperlicheBeschwerden auf, etwa:

  • Kopfschmerzen  oder Druckgefühl im Kopf
  • Muskel‑ und Gliederschmerzen
  • Schlafstörungen (Ein‑ oder Durchschlafstörungen)
  • Schwindel
  • Herzklopfen oder Magen‑Darm‑Beschwerden

 

Neurasthenie und Nervenschmerzen?

Bei einer Neurasthenie können schmerzartige Empfindungenauftreten, die von Betroffenen mitunter als Nervenschmerzen beschrieben werden.Dabei handelt es sich jedoch meist nicht um echte neuropathischeNervenschmerzen im Sinne einer nachweisbaren Nervenschädigung.

Nervenschmerzen Burnout: Auch ein Burnout geht häufig mitkörperlichen Beschwerden einher, die von den Betroffenen manchmal alsNervenschmerzen bezeichnet werden. Diese sind jedoch meist nicht neuropathischim medizinischen Sinne.

 

Neurasthenie Diagnose

Die Diagnose der Neurasthenie erfolgt überwiegend aufGrundlage eines ausführlichen ärztlichen oder psychotherapeutischen Gesprächs.Dabei werden Art, Dauer und Verlauf der Beschwerden sowie mögliche Belastungenim Alltag erfasst. Charakteristisch ist, dass die Erschöpfung über einenlängeren Zeitraum besteht und die körperliche sowie geistige Belastbarkeitdeutlich vermindert ist. Ein wichtiges Kriterium ist, dass sich die Beschwerdendurch Ruhe oder Schlaf nicht ausreichend bessern.


Im Rahmen der Diagnostik ist es notwendig, mögliche organische Ursachenauszuschließen, die ähnliche Symptome hervorrufen könnten. Dazu könnenkörperliche Untersuchungen und ergänzende diagnostische Maßnahmen gehören.Außerdem erfolgt eine sorgfältige Abgrenzung zu anderen psychischenErkrankungen, da Überschneidungen bestehen können. Die Diagnose wird daherstets im Gesamtkontext der individuellen Lebenssituation gestellt. In der ICD‑10ist die Neurasthenie als eigenständige Diagnose klassifiziert.

 

 

Neurasthenie– Therapie

Neurasthenie Behandlung – in der Regel ganzheitlich undindividuell angepasst

Die Neurasthenie-Therapie dient der Wiederherstellung derkörperlichen und geistigen Belastbarkeit, der Verbesserung von Schlaf undErholung, der Reduktion von Reizbarkeit und Erschöpfung sowie der langfristigenStressbewältigung und Rückfallprophylaxe.

Im Vordergrund der Neurasthenie-Behandlung steht nicht einemedikamentöse Therapie, sondern die Veränderung belastender Faktoren undder Aufbau von Erholungs‑ und Bewältigungsstrategien.

Hierzu gehören:

·       Entlastung und Stressreduktion: Ein zentraler Bestandteil der Behandlung ist die Reduktionchronischer Überforderung. Hierzu gehören eine Identifikation vonStressauslösern im Alltag, eine Anpassung von Arbeits‑ und Lebensbedingungensowie bewusste Pausen und Erholungszeiten. Ziel ist es, das Nervensystem ausdem dauerhaften „Alarmzustand“ herauszuführen.

·       Psychotherapeutische Unterstützung: Häufig ist eine psychotherapeutische Begleitungsinnvoll, z. B. kognitiveVerhaltenstherapie oder stress‑ und lösungsorientierte Therapieansätze. Dabeiwerden unter anderem ungünstige Denk‑ und Verhaltensmuster erkannt, realistischeLeistungsgrenzen erlernt und gesunde Bewältigungsstrategien aufgebaut.

·       Förderung eines gesunden Lebensstils: Eine stabile Lebensführung unterstützt die Erholung.Hierzu gehören ein regelmäßiger Schlaf‑Wach‑Rhythmus, ausreichend Bewegung,eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf übermäßigen Konsum von Koffein,Nikotin oder Alkohol.

·       Entspannungsverfahren: Zur Beruhigung des Nervensystems haben sich progressiveMuskelentspannung, autogenes Training, Atemübungen sowie Achtsamkeits‑ undEntspannungstechniken bewährt.

·       Medikamentöse Behandlung: Medikamente können kurzzeitig bei ausgeprägtenSchlafstörungen, Angst oder depressiver Verstimmung eingesetzt werden. Diessollte immer ärztlich begleitet werden und symptomorientiert erfolgen.

 

Neurasthenie– Ursachen

NeurasthenieUrsachen – viele Faktoren spielen eine Rolle

·       Chronischer Stress und Überforderung: Die häufigste Ursache für Neurasthenie ist einelangandauernde körperliche oder psychische Überlastung, z. B. durch hohen Leistungsdruck imBeruf oder Studium, Mehrfachbelastungen (Arbeit, Familie, Pflege) oder fehlendeErholungsphasen. Das Nervensystem bleibt dauerhaft in Alarmbereitschaft undkann sich nicht mehr ausreichend regenerieren.

·       Psychische Belastungen und emotionale Konflikte, beispielsweise ungelösteinnere Konflikte, anhaltende Sorgen oder Ängste sowie belastendeLebensereignisse (z. B. Trennung, Verlust, Krankheit)

·       Persönlichkeitsfaktoren: Bestimmte Eigenschaften erhöhen das Risiko für eineNeurasthenie, beispielsweise Perfektionismus, hoher Leistungsanspruch an sichselbst, Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen oder ein starkesVerantwortungsgefühl. Die Betroffenen überfordern sich häufig selbst undignorieren Warnsignale des Körpers.

·       Eine ungünstige Lebensweise schwächt die körperliche und nervliche Belastbarkeitzusätzlich. Hierzu gehören Schlafmangel oder Schlafstörungen, fehlendeErholungszeiten, Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährung und übermäßigerKonsum von Koffein, Nikotin oder Alkohol

·       Körperliche Erkrankungen oder Erschöpfungszustände können sich auf das Nervensystemübertragen und neurasthenische Beschwerden begünstigen. Hierzu gehörenInfektionen oder langwierige körperliche Erkrankungen, hormonelle Störungenoder anhaltende körperliche Schwäche nach Krankheiten.

·       Gesellschaftliche und soziale Faktoren, beispielsweise hoherZeitdruck, ständige Erreichbarkeit, fehlende soziale Unterstützung und beruflicheoder finanzielle Unsicherheit

Für Betroffene

Sind Sie auf der Suche nach neuen Behandlungsmöglichkeiten? Möglicherweise kommt eine Studienteilnahme für Sie in Frage. Unser Team hilft Ihnen gerne!

Unsere Studien

Studien zu verschiedensten Bereichen finden Sie hier:

Zu den Studien

Nichts für Sie dabei?

Mit unserem Newsletter bleiben Sie stets über neue Studien informiert.

Zur Newsletter-Anmeldung

Warum in der Datenbank registrieren?

Heute Zugriff auf die Medizin von Morgen

Erfahren Sie als erstes von neuen Studien zu Ihren Krankheitsbildern.
Erhalten Sie Zugang zu neuen und innovativen Behandlungsmethoden.
Werden Sie Teil einer Gemeinschaft, die die Zukunft der Medizin mitgestaltet.
Impressionen von Patienten & Pflegern
Immer auf dem Laufenden bleiben mit unserem Newsletter
Zur Newsletter-Anmeldung