Definition:Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die durch den fortschreitenden Abbau von Knorpelgewebe in den Gelenken gekennzeichnet ist. Dieser Prozess kann zu Schmerzen, Steifheit, Schwellungen und Funktionsverlust in den betroffenen Gelenken führen.
Auswirkungen auf Betroffene:Arthrose kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, da sie die Beweglichkeit und Funktionalität der Gelenke beeinflusst. Die Erkrankung betrifft oft die Hüften, Knie, Hände oder Wirbelsäule.
Stellen wir uns unsere Knie- und Hüftgelenke vor, ahnen wir nur ansatzweise, was diese über einen langen Lebenszeitraum auszuhalten haben. Vor allem übergewichtige Menschen werden frühzeitig Schmerzen verspüren, was als „Warnsignale“ der belasteten Gelenke zu deuten ist. Denn werden zwei Knochen zu stark aufeinander gepresst, so dass im Laufe der Zeit die dazwischenliegende Knorpelschicht als Puffer zusammengequetscht wird, entstehen automatisch Schmerzen. Ignoriert man diesen Schmerz, wird der Knorpel weiter „zermalmt“ und die Knochen beginnen sich zu verformen. Die schützende Gelenkschicht, die diese "Gelenkschmiere“ produziert, wird zerstört, so dass die Reibung der Knochen aufeinander immer stärker wird. Wird auch hier nicht eingegriffen, würden sich diese Knochen mit der Zeit zerstören; das Gelenk wäre somit nicht mehr bewegungsfähig.
Was ist also zu tun? Zunächst sollte durch ein Röntgenbild das Ausmaß der möglichen Arthrose oder der Ursache festgestellt werden, ob sich die Knochen bereits verformt haben und sich der dazwischenliegende Knorpel bereits abgenutzt hat. Ist keine Ursache zu erkennen, wird man zunächst mit einer normalen Schmerzbehandlung versuchen, das Leiden zu beenden. Zusätzlich kann auch ein CT oder MRT gemacht werden, denn dadurch werden die Weichteile (Knorpel und Gelenkschicht) besser sichtbar. Möglicherweise ist ja eine Verletzung dieser Gelenkteile die Ursache für die Schmerzen (z.B. Meniskusverletzung). Ist dies der Fall, kann durch eine sog. Arthroskopie (Gelenkspiegelung) Abhilfe geschaffen werden. Mit minimalen Werkzeugen werden direkt im Gelenk abgerissene Knorpelstücke entfernt und der restliche Knorpel geglättet, so dass eine schmerzfreie Bewegung des Gelenks wieder möglich ist. Allerdings kann man das nicht allzu oft wiederholen, da jedes mal eine dünne Schicht vom gesunden Knorpel mit abgetragen werden muss und der verbleibende Teil immer dünner wird. Leider wird Knorpel vom Körper nicht nachgebildet. Ist es erst einmal so, dass kein Knorpel mehr vorhanden ist und der Knochen bereits deformiert ist, muss Ersatz durch ein künstliches Gelenk geschaffen werden. In der heutigen Zeit laufen diese Operationen sehr routiniert ab und werden sehr häufig an Hüft- und Kniegelenken durchgeführt. So eine Prothese hält im Schnitt etwa 10 Jahre und muss dann erneuert werden; aber auch hier gilt, dass diese Eingriffe nicht beliebig oft durchgeführt werden können, da der Knochen im Laufe der Zeit porös wird und die Implantate nicht mehr stabil befestigt werden können. Es wird möglichst versucht, die erste Prothese erst jenseits des 60. Lebensjahres einzusetzen. Prophylaktisch wirksam zu sein, ist für unsere Gelenke somit sehr sinnvoll. Sport und Bewegung ohne Übertreibung und zu starke Belastung sind genauso wichtig wie das Vermeiden von Übergewicht. Gelenke wollen bewegt werden, es hat also keinen Sinn, sich gar nicht zu bewegen, um so die Knorpel zu schonen („wer rastet, der rostet“). Entgegen der allgemeinen Meinung, dass der Verzehr von Gelatine helfen würde, stimmt das nicht. Es wäre sonst einfach, Gummibärchen auf Rezept zu verordnen!
Degeneration des Knorpels:Die Hauptursache von Arthrose ist der allmähliche Abbau des Gelenkknorpels. Dieser Knorpelabbau kann auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein.
Alterung:Mit zunehmendem Alter nimmt die Qualität des Gelenkknorpels ab, was die Entstehung von Arthrose begünstigen kann.
Genetische Veranlagung:Eine genetische Veranlagung kann das Risiko für die Entwicklung von Arthrose erhöhen.
Übergewicht und Belastung:Übergewicht und übermäßige Belastung der Gelenke, insbesondere bei bestimmten Sportarten oder beruflichen Tätigkeiten, können das Risiko für Arthrose erhöhen.
Gelenkverletzungen:Verletzungen oder Traumata an einem Gelenk können den Knorpel schädigen und zur Entwicklung von Arthrose beitragen.
Entzündliche Gelenkerkrankungen:Chronische entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis können das Risiko für Arthrose erhöhen.
Stoffwechselstörungen: Stoffwechselstörungen, wie z. B. Hämochromatose, können ebenfalls mit einem erhöhten Arthrose-Risiko in Verbindung stehen.
Herzinfarkt – Krankheitsbild
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.
Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.
Herzinfarkt – Symptome
Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:
• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch
• Atemnot
• Kalter Schweiß
• Übelkeit oder Erbrechen
• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit
Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:
• Übelkeit
• Rückenschmerzen
• Müdigkeit
• Kurzatmigkeit
• Oberbauchbeschwerden
Herzinfarkt – Ursachen
Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:
• Hohes LDL-Cholesterin
o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.
o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.
o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).
• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.
• Bewegungsmangel
• Bluthochdruck
• Rauchen
• Diabetes
• Stress
• genetische Faktoren
Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.
Herzinfarkt – Therapie
Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.
Akutbehandlung
Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)
• Sauerstoffgabe
• EKG-Diagnostik
• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes
• In seltenen Fällen: Bypass-Operation
Nachbehandlung
Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte
• Bewegungstherapie, Herzsport
• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)
• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck
• Psychologische Unterstützung
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