Definition:Alopecia areata ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Haarfollikel angreift, was zu Haarausfall führt. Der Haarausfall tritt in der Regel in kleinen, runden oder ovalen Bereichen auf der Kopfhaut auf, kann jedoch auch andere Körperbereiche betreffen.
Auswirkungen auf Betroffene:Alopecia areata kann das äußere Erscheinungsbild und das Selbstwertgefühl erheblich beeinträchtigen. Der Haarverlust kann variieren, von kleinen kahlen Stellen bis zu vollständigem Verlust aller Körperhaare.
Alopecia Areata äußert sich durch den Haarausfall in verschiedenen Körperregionen. Die auftretenden haarlosen Kreise haben meistens einen Durchmesser von zwei bis sechs Zentimetern und grenzen sich scharf ab. In ihrem Randbereich befinden sich oft kurze abgebrochenen Haare mit auffällig dünnen Enden.
Die Ausprägung der Krankheit ist dabei von Patient*in zu Patient*in unterschiedlich. Einige haben nur ein bis zwei kahle Stellen, andere ganz viele, die sich immer mehr ausweiten. In einigen Fällen kommt es sogar zum kompletten Haarverlust, was für die Betroffenen zu einer extremen psychischen Belastung werden kann.
Bei 70% oder mehr der Betroffenen kommt es innerhalb eines Jahres zu einer Spontanheilung. Auch danach können die Haare jederzeit anfangen wieder zu sprießen, sei es von selbst oder durch eine Behandlung. Solange der Ursprung des kreisrunden Haarausfalls nicht geklärt ist, ist nur eine unspezifische Behandlung möglich. Zu den gängigsten Verfahren gehören das Eincremen und die Unterspritzung der betroffenen Areale mit Kortison, sowie eine spezielle Lichttherapie. Die höchste Erfolgsquote hat bisher die Immuntherapie mit chemischen Mitteln. Hier wird über einen längeren Zeitraum des regelmäßigen Auftragens eine allergische Reaktion erzeugt, sodass sich die Immunzellen umorientieren und mit der fehlgeleiteten "Haarabwehr" aufhören. Allerdings birgt diese Variante auch ein hohes Risiko, da sie die Haut reizen und zu bleibenden Hautproblemen führen kann.
Sie möchten mehr zu Alopecia Areata erfahren? Auf unserem Blog sowie auf YouTube finden Sie ein Interview mit Joana, einer Betroffenen: Sie schildert ihre persönlichen Erfahrungen mit kreisrundem Haarausfall.
Die Ursache ist noch nicht bekannt. Vermutet wird eine fehlgeleitete Immunreaktion, die zur Folge hat, dass die körpereigene Abwehr die Haare als Fremdkörper betrachtet und abstößt.
Herzinfarkt – Krankheitsbild
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.
Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.
Herzinfarkt – Symptome
Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:
• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch
• Atemnot
• Kalter Schweiß
• Übelkeit oder Erbrechen
• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit
Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:
• Übelkeit
• Rückenschmerzen
• Müdigkeit
• Kurzatmigkeit
• Oberbauchbeschwerden
Herzinfarkt – Ursachen
Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:
• Hohes LDL-Cholesterin
o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.
o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.
o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).
• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.
• Bewegungsmangel
• Bluthochdruck
• Rauchen
• Diabetes
• Stress
• genetische Faktoren
Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.
Herzinfarkt – Therapie
Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.
Akutbehandlung
Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)
• Sauerstoffgabe
• EKG-Diagnostik
• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes
• In seltenen Fällen: Bypass-Operation
Nachbehandlung
Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte
• Bewegungstherapie, Herzsport
• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)
• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck
• Psychologische Unterstützung
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