Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung. Dabei greift das körpereigene Immunsystem die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse an und zerstört sie. Infolgedessen entsteht ein absoluter Insulinmangel. Diabetes Typ 1 beginnt meist im Kindes‑ oder Jugendalter, kann jedoch auch im Erwachsenenalter auftreten. Betroffene sind in der Regel lebenslang auf eine Insulintherapie angewiesen.
Diabetes mellitus Typ 2 ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin reagieren. Diese sogenannte Insulinresistenz führt zunächst zu einem relativen Insulinmangel. In den frühen Krankheitsstadien produziert die Bauchspeicheldrüse häufig noch vermehrt Insulin, um den erhöhten Bedarf auszugleichen. Mit fortschreitender Erkrankung kann sie diese erhöhte Produktion jedoch nicht mehr aufrechterhalten. Die Insulinmenge reicht dann nicht mehr aus, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren, und der Diabetes Typ 2 wird manifest.
Früher wurde Diabetes Typ 2 häufig als Altersdiabetes bezeichnet, da die Erkrankung meist erst nach dem 30. Lebensjahr auftrat. Inzwischen wird Diabetes Typ 2 jedoch zunehmend auch bei jüngeren Erwachsenen, Jugendlichen und sogar Kindern diagnostiziert. Aus diesem Grund gilt die Bezeichnung Altersdiabetes heute als nicht mehr zeitgemäß.
Diabetes mellitus Typ 1 beginnt meist plötzlich, und die Symptome können sich innerhalb von Tagen bis Wochen entwickeln.
Häufige Symptome von Diabetes Typ 1
Weitere mögliche Symptome von Diabetes Typ 1
Diese Anzeichen können auf eine diabetische Ketoazidose hinweisen, einen akuten medizinischen Notfall.
Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt sich meist schleichend über mehrere Jahre und bleibt deshalb häufig lange unbemerkt. Oft wird Diabetes Typ 2 erst diagnostiziert, wenn bereits Folgeerkrankungen, beispielsweise an Nerven, Augen oder Nieren, auftreten.
Häufige Symptome von Diabetes Typ 2
Weitere mögliche Symptome von Diabetes Typ 2
Welche Maßnahmen umfasst die Diabetes‑Behandlung?
Die konkrete Diabetes‑Behandlung hängt davon ab, ob eine betroffene Person an Diabetes mellitus Typ 1 oder Diabetes mellitus Typ 2 leidet.
Bei Diabetes mellitus Typ 1 kann der Körper kein eigenes Insulin mehr produzieren. In diesem Fall besteht die Diabetes‑Behandlung aus einer lebenslangen Insulintherapie.
Zentrale Bestandteile der Diabetes‑Typ‑1‑Behandlung
Die Diabetes‑Typ‑1‑Behandlung umfasst:
Bei Diabetes mellitus Typ 2 steht zunächst die Insulinresistenz im Vordergrund. Die Diabetes‑Behandlung erfolgt daher stufenweise und richtet sich nach dem Krankheitsverlauf sowie den Blutzuckerwerten.
Zentrale Bestandteile der Diabetes‑Typ‑2‑Behandlung
Die Diabetes‑Typ‑2‑Behandlung umfasst:
Diabetes mellitus Typ 1 entsteht durch eine Autoimmunreaktion. Dabei greift das Immunsystem fälschlicherweise die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse an. Diese Zellen werden zerstört, wodurch ein absoluter Insulinmangel entsteht. Die genaue Ursache dieser Fehlreaktion ist bislang nicht vollständig geklärt. Diabetes Typ 1 wird nicht durch Lebensstil oder Ernährung verursacht.
Risikofaktoren von Diabetes Typ 1
Diabetes mellitus Typ 2 entsteht durch eine Kombination aus Insulinresistenz, bei der die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin reagieren, und relativem Insulinmangel, da die Bauchspeicheldrüse den erhöhten Insulinbedarf langfristig nicht decken kann. Im weiteren Verlauf kann daraus ein absoluter Insulinmangel entstehen. Im Gegensatz zu Diabetes Typ 1 ist Diabetes Typ 2 stark vom Lebensstil abhängig.
Risikofaktoren von Diabetes Typ 2
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