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Winterdepression

: Symptome, Medikamente, Behandlung

Winterdepression - Krankheitsbild

Die Winterdepression – fachlich saisonal abhängige Depression (SAD) – ist eine Depressionsform, die regelmäßig in der lichtarmen Jahreszeit beginnt und im Frühjahr wieder abklingt. Sie ist abzugrenzen vom harmlosen „Winterblues“, den viele Menschen kennen: Bei der Winterdepression sind die Beschwerden so ausgeprägt und anhaltend, dass Alltag und Lebensqualität deutlich leiden. Typisch – und anders als bei anderen Depressionen – sind vermehrter Schlaf und gesteigerter Appetit.

Winterdepression - Symptome

  • Gedrückte Stimmung, Antriebs- und Energiemangel über Wochen
  • Deutlich erhöhtes Schlafbedürfnis und Schwierigkeiten, morgens in Gang zu kommen
  • Heißhunger, besonders auf Kohlenhydrate und Süßes, oft mit Gewichtszunahme
  • Sozialer Rückzug und Konzentrationsprobleme
  • Wiederkehr in jedem Herbst/Winter über mindestens zwei Jahre als diagnostischer Hinweis

Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222; bei unmittelbarer Gefahr wählen Sie die 112.

Winterdepression - Ursachen

Auslöser ist der Lichtmangel der dunklen Monate: Er verschiebt die innere Uhr und verändert den Haushalt der Botenstoffe Serotonin und Melatonin – Müdigkeit und gedrückte Stimmung sind die Folge. Eine familiäre Veranlagung erhöht die Empfindlichkeit; Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Winterdepression - Therapie

Die Behandlung setzt direkt an der Ursache an:

  • Lichttherapie mit einer speziellen Tageslichtlampe (etwa 10.000 Lux), täglich morgens 30 Minuten – die am besten belegte Maßnahme
  • Tageslicht nutzen: täglicher Spaziergang am Vormittag, auch bei bedecktem Himmel
  • Regelmäßige Bewegung und stabile Schlafzeiten
  • Bei stärkeren Verläufen: Psychotherapie und gegebenenfalls Antidepressiva wie bei anderen Depressionsformen

Wer jedes Jahr betroffen ist, kann die Lichttherapie vorbeugend schon im Herbst beginnen – am besten nach ärztlicher Rücksprache, insbesondere bei Augenerkrankungen. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.

Für Betroffene

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