Die Winterdepression – fachlich saisonal abhängige Depression (SAD) – ist eine Depressionsform, die regelmäßig in der lichtarmen Jahreszeit beginnt und im Frühjahr wieder abklingt. Sie ist abzugrenzen vom harmlosen „Winterblues“, den viele Menschen kennen: Bei der Winterdepression sind die Beschwerden so ausgeprägt und anhaltend, dass Alltag und Lebensqualität deutlich leiden. Typisch – und anders als bei anderen Depressionen – sind vermehrter Schlaf und gesteigerter Appetit.
Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222; bei unmittelbarer Gefahr wählen Sie die 112.
Auslöser ist der Lichtmangel der dunklen Monate: Er verschiebt die innere Uhr und verändert den Haushalt der Botenstoffe Serotonin und Melatonin – Müdigkeit und gedrückte Stimmung sind die Folge. Eine familiäre Veranlagung erhöht die Empfindlichkeit; Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Die Behandlung setzt direkt an der Ursache an:
Wer jedes Jahr betroffen ist, kann die Lichttherapie vorbeugend schon im Herbst beginnen – am besten nach ärztlicher Rücksprache, insbesondere bei Augenerkrankungen. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.
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