Bei einer tiefen Venenthrombose verschließt ein Blutgerinnsel eine tiefe Vene – meist im Bein oder Becken. Die TVT ist ein ernstzunehmender Notfall der Gefäßmedizin: Löst sich das Gerinnsel und wird in die Lunge geschwemmt, droht eine Lungenembolie. Früh erkannt, lässt sich eine Thrombose heute gut behandeln und die gefürchtete Komplikation meist verhindern.
Wichtig: Eine TVT kann auch mit nur milden Beschwerden verlaufen. Bei plötzlicher Atemnot, Brustschmerzen oder Herzrasen besteht der Verdacht auf eine Lungenembolie – sofort die 112 rufen.
Thrombosen entstehen durch verlangsamten Blutfluss, erhöhte Gerinnungsneigung oder Gefäßwandschäden. Typische Auslöser und Risikofaktoren sind längere Bettlägerigkeit, Operationen, Gipsverbände, lange Flug- oder Autoreisen, Krebserkrankungen, Schwangerschaft und Wochenbett, hormonelle Verhütungsmittel – vor allem in Kombination mit Rauchen –, Übergewicht, höheres Alter sowie angeborene Gerinnungsstörungen.
Die Behandlung beginnt sofort nach der Diagnose:
Wie lange die Gerinnungshemmung fortgeführt wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt anhand von Auslöser und Rückfallrisiko. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.
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