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Starkes Schwitzen / Hyperhidrose

Starkes Schwitzen / Hyperhidrose

: Symptome, Medikamente, Behandlung

Starkes Schwitzen / Hyperhidrose - Krankheitsbild

Schwitzen ist lebenswichtig – es reguliert die Körpertemperatur. Bei der Hyperhidrose produziert der Körper jedoch deutlich mehr Schweiß, als zur Kühlung nötig wäre. Am häufigsten ist die primäre Hyperhidrose, die auf umschriebene Areale wie Achseln, Hände oder Füße begrenzt ist, meist in der Jugend beginnt und keine zugrunde liegende Erkrankung hat. Sie ist medizinisch harmlos, für Betroffene aber oft extrem belastend – beruflich wie privat. Wichtig zu wissen: Es gibt heute abgestufte, wirksame Behandlungen.

Starkes Schwitzen / Hyperhidrose - Symptome

  • Sichtbare Schweißflecken und feuchte Hände unabhängig von Temperatur und Anstrengung
  • Symmetrisches Schwitzen an Achseln, Handflächen, Fußsohlen oder Kopf
  • Verstärkung durch Aufregung und Stress, Ruhe im Schlaf
  • Folgeprobleme: aufgeweichte Haut, Pilzinfektionen, Vermeidung von Händeschütteln und heller Kleidung

Abklären lassen sollte man neu aufgetretenes generalisiertes Schwitzen am ganzen Körper – insbesondere nächtliche Schweißausbrüche mit Gewichtsverlust oder Fieber –, da hier eine sekundäre Ursache dahinterstecken kann.

Starkes Schwitzen / Hyperhidrose - Ursachen

Bei der primären Form ist die Ansteuerung der Schweißdrüsen durch das vegetative Nervensystem überaktiv; eine familiäre Häufung ist typisch. Sekundäres Schwitzen kann Folge von Schilddrüsenüberfunktion, Wechseljahren, Diabetes, Infektionen, Übergewicht, bestimmten Medikamenten oder anderen Erkrankungen sein – die ärztliche Abklärung schafft Klarheit.

Starkes Schwitzen / Hyperhidrose - Therapie

Die Behandlung erfolgt stufenweise:

  • Aluminiumchlorid-haltige Antitranspirantien, abends aufgetragen – die erste Stufe
  • Leitungswasser-Iontophorese für Hände und Füße: regelmäßige schwache Stromimpulse im Wasserbad
  • Botulinumtoxin-Injektionen, vor allem in die Achseln – wirksam über mehrere Monate
  • Tablettentherapie mit schweißhemmenden Wirkstoffen in ausgewählten Fällen
  • Bei therapieresistenten Verläufen: lokale Verfahren zur Schweißdrüsenentfernung

Bei sekundärer Hyperhidrose steht die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.

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