Bei der sozialen Phobie (sozialen Angststörung) löst die Befürchtung, von anderen negativ bewertet zu werden, intensive Angst aus – etwa beim Sprechen vor Gruppen, beim Essen in Gesellschaft oder in Gesprächen mit Fremden. Anders als Schüchternheit führt die Erkrankung zu erheblichem Leiden und ausgeprägter Vermeidung, die Ausbildung, Beruf und Beziehungen einschränken kann. Sie beginnt häufig schon im Jugendalter und bleibt ohne Behandlung oft über Jahre bestehen – dabei zählt sie zu den gut behandelbaren Angststörungen.
Es wirken Veranlagung – etwa ein von Geburt an gehemmtes Temperament – und Lernerfahrungen zusammen: beschämende Erlebnisse, hohe Bewertungsmaßstäbe im Elternhaus oder Mobbing. Aufrechterhalten wird die Angst vor allem durch Vermeidung und Sicherheitsverhalten, die kurzfristig entlasten, der Angst aber langfristig recht geben.
Die kognitive Verhaltenstherapie ist die wirksamste Behandlung: Sie hinterfragt die Bewertungsängste und baut in abgestuften Übungen reale Erfahrungen auf, die die Befürchtungen widerlegen. Bei stärkerer Ausprägung können Antidepressiva ergänzen. Gruppentherapien sind gerade bei sozialen Ängsten besonders geeignet, weil sie das Übungsfeld gleich mitliefern. Der schwerste Schritt ist oft der erste Termin – Hausarztpraxis, psychotherapeutische Sprechstunde oder die Terminservicestelle 116 117 sind niedrigschwellige Einstiege. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.
Sind Sie auf der Suche nach neuen Behandlungsmöglichkeiten? Möglicherweise kommt eine Studienteilnahme für Sie in Frage. Unser Team hilft Ihnen gerne!
Mit unserem Newsletter bleiben Sie stets über neue Studien informiert.
Zur Newsletter-Anmeldung