Älterer Mann sitzt auf der Couch und hat Schmerzen an der linken SchulterTherapiegebiete
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Schmerzen nach Gürtelrose / Post-Zoster-Neuralgie

Schmerzen nach Gürtelrose / Post-Zoster-Neuralgie

: Symptome, Medikamente, Behandlung

Schmerzen nach Gürtelrose / Post-Zoster-Neuralgie - Krankheitsbild

Bei einem Teil der Menschen, die eine Gürtelrose durchmachen, bleiben die Schmerzen auch nach Abheilen des Hautausschlags bestehen oder kehren zurück – halten sie länger als drei Monate an, spricht man von einer Post-Zoster-Neuralgie. Es handelt sich um einen Nervenschmerz: Das Varizella-Zoster-Virus hat die betroffenen Nervenfasern geschädigt. Das Risiko steigt mit dem Lebensalter deutlich an. Die Beschwerden können Monate bis Jahre andauern – eine frühe, konsequente Behandlung verbessert die Aussichten.

Schmerzen nach Gürtelrose / Post-Zoster-Neuralgie - Symptome

  • Brennende, bohrende Dauerschmerzen im früheren Ausschlagsgebiet, häufig am Rumpf oder im Gesicht
  • Einschießende, elektrisierende Schmerzattacken
  • Extreme Berührungsempfindlichkeit – schon Kleidung auf der Haut schmerzt (Allodynie)
  • Juckreiz, Taubheits- oder Missempfindungen
  • Folgen der Dauerschmerzen: Schlafstörungen, Erschöpfung, gedrückte Stimmung

Schmerzen nach Gürtelrose / Post-Zoster-Neuralgie - Ursachen

Ursache ist die virusbedingte Schädigung von Nervenfasern und schmerzverarbeitenden Bahnen während der Gürtelrose. Risikofaktoren für die Chronifizierung sind höheres Alter, ein ausgeprägter Ausschlag, starke Akutschmerzen, eine verzögerte antivirale Behandlung und ein geschwächtes Immunsystem. Deshalb gilt: Eine Gürtelrose sollte so früh wie möglich – idealerweise innerhalb von 72 Stunden – antiviral behandelt werden.

Schmerzen nach Gürtelrose / Post-Zoster-Neuralgie - Therapie

Klassische Schmerzmittel wirken bei Nervenschmerzen meist unzureichend. Eingesetzt werden:

  • Speziell gegen Nervenschmerzen wirksame Medikamente aus der Gruppe der Antikonvulsiva und Antidepressiva – ärztlich ausgewählt und eindosiert
  • Örtliche Behandlungen wie Lidocain- oder Capsaicin-Pflaster auf dem Schmerzareal
  • Bei hartnäckigen Verläufen: multimodale Schmerztherapie in spezialisierten Einrichtungen
  • Vorbeugung: Die Gürtelrose-Impfung wird von der STIKO für alle ab 60 Jahren empfohlen (ab 50 bei erhöhter Gefährdung) – sie schützt auch vor der Post-Zoster-Neuralgie

Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.

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