Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) produziert die Schilddrüse zu viele Hormone – der Stoffwechsel läuft dauerhaft auf Hochtouren. Das belastet insbesondere Herz und Kreislauf und kann unbehandelt zu Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern und zu Knochenschwund führen. Die Überfunktion ist gut behandelbar; entscheidend ist die Klärung der Ursache.
Bei älteren Menschen kann die Überfunktion untypisch verlaufen – etwa nur als Herzrhythmusstörung oder Gewichtsverlust.
Die häufigsten Ursachen sind der Morbus Basedow – eine Autoimmunerkrankung, bei der Antikörper die Schilddrüse dauerhaft stimulieren – und die Schilddrüsenautonomie, bei der einzelne Knoten unkontrolliert Hormone produzieren. Seltener sind Entzündungen der Schilddrüse, eine übermäßige Jodzufuhr oder eine zu hohe Dosierung von Schilddrüsenhormonen.
Zunächst bremsen Thyreostatika die Hormonproduktion; Betablocker lindern begleitend Herzrasen und Unruhe. Für die dauerhafte Lösung stehen je nach Ursache drei Wege offen:
Nach Radiojodtherapie oder Operation ist häufig ein dauerhafter Hormonersatz nötig – die Einstellung erfolgt wie bei der Unterfunktion über einfache Blutkontrollen. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.
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