Die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS, englisch PMDD) ist die schwere Form des prämenstruellen Syndroms: In der zweiten Zyklushälfte – den ein bis zwei Wochen vor der Menstruation – treten ausgeprägte psychische Beschwerden auf, die mit Einsetzen der Blutung rasch abklingen. Anders als beim verbreiteten PMS sind die Symptome so stark, dass Beziehungen, Beruf und Alltag erheblich leiden. Die PMDS ist eine anerkannte, gut erforschte Erkrankung – und behandelbar.
Die Diagnose stützt sich auf ein über mindestens zwei Zyklen geführtes Symptomtagebuch. Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222; bei unmittelbarer Gefahr wählen Sie die 112.
Die Hormonspiegel selbst sind bei PMDS normal – entscheidend ist eine besondere Empfindlichkeit des Gehirns gegenüber den natürlichen Hormonschwankungen nach dem Eisprung, insbesondere gegenüber Abbauprodukten des Progesterons, die auf das Serotoninsystem wirken. Eine familiäre Veranlagung und Stress können die Empfindlichkeit erhöhen.
Wirksame Behandlungsmöglichkeiten sind gut belegt:
Welcher Weg passt, entscheidet sich individuell in gynäkologischer und gegebenenfalls psychiatrischer Begleitung. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.
Sind Sie auf der Suche nach neuen Behandlungsmöglichkeiten? Möglicherweise kommt eine Studienteilnahme für Sie in Frage. Unser Team hilft Ihnen gerne!
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