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Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDD)

Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDD)

: Symptome, Medikamente, Behandlung

Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDD) - Krankheitsbild

Die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS, englisch PMDD) ist die schwere Form des prämenstruellen Syndroms: In der zweiten Zyklushälfte – den ein bis zwei Wochen vor der Menstruation – treten ausgeprägte psychische Beschwerden auf, die mit Einsetzen der Blutung rasch abklingen. Anders als beim verbreiteten PMS sind die Symptome so stark, dass Beziehungen, Beruf und Alltag erheblich leiden. Die PMDS ist eine anerkannte, gut erforschte Erkrankung – und behandelbar.

Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDD) - Symptome

  • Ausgeprägte Reizbarkeit, Wutausbrüche und Konfliktanfälligkeit
  • Deutlich gedrückte Stimmung, Hoffnungslosigkeit oder starke Stimmungsschwankungen
  • Anspannung, Angstgefühle und das Gefühl, überwältigt zu sein
  • Konzentrationsprobleme, Erschöpfung, verändertes Schlaf- und Essverhalten
  • Körperlich: Brustspannen, Blähbauch, Kopf- und Gliederschmerzen
  • Charakteristisch: das zyklische Muster mit beschwerdefreier Phase nach der Menstruation

Die Diagnose stützt sich auf ein über mindestens zwei Zyklen geführtes Symptomtagebuch. Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222; bei unmittelbarer Gefahr wählen Sie die 112.

Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDD) - Ursachen

Die Hormonspiegel selbst sind bei PMDS normal – entscheidend ist eine besondere Empfindlichkeit des Gehirns gegenüber den natürlichen Hormonschwankungen nach dem Eisprung, insbesondere gegenüber Abbauprodukten des Progesterons, die auf das Serotoninsystem wirken. Eine familiäre Veranlagung und Stress können die Empfindlichkeit erhöhen.

Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDD) - Therapie

Wirksame Behandlungsmöglichkeiten sind gut belegt:

  • Bestimmte Antidepressiva (SSRI) – durchgehend oder nur in der zweiten Zyklushälfte eingenommen
  • Hormonelle Verfahren wie geeignete Verhütungspräparate, die den Eisprung unterdrücken
  • Kognitive Verhaltenstherapie für den Umgang mit Symptomen und Belastungen
  • Unterstützend: regelmäßige Bewegung, stabiler Schlaf, weniger Alkohol und Koffein, Stressreduktion

Welcher Weg passt, entscheidet sich individuell in gynäkologischer und gegebenenfalls psychiatrischer Begleitung. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.

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