Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schutzhüllen der Nervenfasern in Gehirn und Rückenmark angreift. Je nach Ort der Entzündungsherde sind die Beschwerden sehr unterschiedlich – daher der Beiname „Krankheit der 1.000 Gesichter“. Die MS beginnt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr und verläuft überwiegend in Schüben. Die Behandlung hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten grundlegend verbessert: Viele Betroffene leben heute langfristig ohne wesentliche Einschränkungen.
Neu aufgetretene neurologische Ausfälle sollten immer zeitnah neurologisch abgeklärt werden.
Die genaue Ursache ist nicht abschließend geklärt. Zusammen wirken eine genetische Veranlagung und Umweltfaktoren – gut belegt sind eine frühere Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus, Vitamin-D-Mangel, Rauchen und Übergewicht im Jugendalter. MS ist weder ansteckend noch eine klassische Erbkrankheit; Frauen erkranken etwa doppelt so häufig wie Männer.
Die Behandlung ruht auf drei Säulen:
Regelmäßige neurologische Kontrollen inklusive MRT sichern die Therapieanpassung. Gerade in der MS-Forschung ist die Entwicklung besonders dynamisch. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.
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