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Morbus Bechterew / Spondylitis ankylosans

Morbus Bechterew / Spondylitis ankylosans

: Symptome, Medikamente, Behandlung

Morbus Bechterew / Spondylitis ankylosans - Krankheitsbild

Der Morbus Bechterew (axiale Spondyloarthritis) ist eine chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankung, die vor allem Wirbelsäule und Kreuz-Darmbein-Gelenke betrifft. Unbehandelt kann die Entzündung über Jahre zur zunehmenden Versteifung der Wirbelsäule führen. Die Erkrankung beginnt typischerweise vor dem 45. Lebensjahr – oft schon zwischen 20 und 30 – und wird im Schnitt erst Jahre nach den ersten Beschwerden erkannt, weil der Rückenschmerz als „normal“ fehlgedeutet wird. Moderne Therapien können die Entzündung heute wirksam kontrollieren.

Morbus Bechterew / Spondylitis ankylosans - Symptome

  • Tief sitzender Kreuz- und Gesäßschmerz, der schleichend begonnen hat und länger als drei Monate besteht
  • Nächtliche Schmerzen in der zweiten Nachthälfte, die zum Aufstehen zwingen
  • Ausgeprägte Morgensteifigkeit über mehr als 30 Minuten
  • Besserung durch Bewegung, Verschlechterung in Ruhe – das Gegenteil des „mechanischen“ Rückenschmerzes
  • Mögliche Begleiterscheinungen: Augenentzündungen (schmerzhaft gerötetes Auge), Fersenschmerzen, Gelenk- und Sehnenentzündungen

Morbus Bechterew / Spondylitis ankylosans - Ursachen

Die Ursache ist eine fehlgeleitete Immunreaktion mit starker genetischer Komponente: Das erbliche Merkmal HLA-B27 findet sich bei der großen Mehrheit der Betroffenen, führt allein aber nicht zur Erkrankung. Rauchen verschlechtert den Verlauf nachweislich. Männer und Frauen erkranken insgesamt ähnlich häufig; bei Frauen wird die Diagnose oft später gestellt.

Morbus Bechterew / Spondylitis ankylosans - Therapie

Die Behandlung kombiniert Bewegung und Medikamente:

  • Tägliche Bewegungs- und Atemübungen sowie Physiotherapie – die Basistherapie gegen Versteifung
  • Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) als medikamentöse Erstlinie
  • Biologika und moderne zielgerichtete Medikamente bei anhaltender Krankheitsaktivität – sie haben die Prognose deutlich verbessert
  • Rauchstopp und rheumatologische Verlaufskontrollen

Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.

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