Die Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine schwere Essstörung, bei der Betroffene ihr Gewicht durch stark eingeschränktes Essen und weitere Maßnahmen immer weiter senken – begleitet von einer ausgeprägten Angst vor Gewichtszunahme und einer verzerrten Wahrnehmung des eigenen Körpers. Sie beginnt häufig im Jugendalter und gehört zu den psychischen Erkrankungen mit den ernstesten körperlichen Folgen. Umso wichtiger ist die frühe Behandlung: Sie verbessert die Heilungschancen erheblich.
Angehörige bemerken Veränderungen oft früher als Betroffene selbst – ein ruhiges, sorgenvolles Ansprechen ohne Vorwurf ist ein wichtiger erster Schritt. Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222; bei unmittelbarer Gefahr wählen Sie die 112.
Die Magersucht entsteht aus einem Zusammenspiel von genetischer Veranlagung, Persönlichkeitsfaktoren wie Perfektionismus und hohem Kontrollbedürfnis, gesellschaftlichen Idealen sowie belastenden Lebensereignissen und Übergängen wie der Pubertät. Diäten und Leistungssport können den Einstieg begünstigen. Kein einzelner Faktor „verursacht“ die Erkrankung – und niemand trägt Schuld an ihr.
Die Behandlung verbindet mehrere Bausteine:
Der Weg aus der Magersucht braucht Zeit und Rückfälle gehören oft dazu – mit spezialisierter Behandlung erreichen viele Betroffene eine vollständige Genesung. Beratungsstellen für Essstörungen unterstützen beim Einstieg. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.
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