Definition:
Krankenhauskeime, auch als nosokomiale Infektionenbekannt, sind Infektionen, die sich während eines Krankenhausaufenthalts oder nach medizinischen Eingriffen entwickeln. Diese Infektionen können durchverschiedene Mikroorganismen verursacht werden, einschließlich Bakterien, Viren und Pilze.
Auswirkungen auf Betroffene:
Nosokomiale Infektionen können zu erheblichengesundheitlichen Komplikationen führen und den Heilungsprozess von Patienten beeinträchtigen. In einigen Fällen können sie schwerwiegend und lebensbedrohlich sein.
Symptome variieren:
Die Symptome von nosokomialen Infektionen variieren je nach Art des Erregers und der betroffenen Körperregion. Beispiele für Symptome können Fieber, Entzündungen an der Infektionsstelle, Atembeschwerden oder Harnwegsinfektionen sein.
Diagnose:
Die Diagnose erfolgt durch klinische Beobachtung,Labortests und Bildgebung. Nosokomiale Infektionen können während desKrankenhausaufenthalts oder nach der Entlassung auftreten.
Antibiotika und Antimykotika:
Die Behandlung von nosokomialen Infektionen umfasst oft die Verwendung von Antibiotika oder Antimykotika, je nach Art des Erregers. DieAuswahl des Medikaments erfolgt basierend auf Labortests und Resistenzprofilen.
Chirurgische Intervention:
In einigen Fällen kann eine chirurgische Intervention notwendig sein, um infizierte Bereiche zu entfernen oder zu behandeln.
Präventionsmaßnahmen:
Präventive Maßnahmen zur Verhinderung von nosokomialenInfektionen umfassen strenge Hygienemaßnahmen, korrekte Sterilisation von medizinischem Equipment, Überwachung von Antibiotika-Verordnungen und dieIsolierung von Patienten mit infektiösen Erregern.
Die Prävention und Kontrolle von nosokomialen Infektionen erfordern eine umfassende Herangehensweise im Gesundheitswesen. EffektiveHygienepraktiken, Überwachung und Schulungen des medizinischen Personals sind entscheidend, um das Auftreten dieser Infektionen zu minimieren.
Ursachenfaktoren:
Nosokomiale Infektionen können durch mangelnde Händehygiene, unsachgemäße Sterilisation von medizinischem Equipment, resistente Erreger und das Vorhandensein von Krankheitserregern imKrankenhausumfeld verursacht werden.
Geschwächtes Immunsystem:
Patienten mit geschwächtem Immunsystem, ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen sind anfälliger für nosokomialeInfektionen.
Herzinfarkt – Krankheitsbild
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.
Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.
Herzinfarkt – Symptome
Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:
• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch
• Atemnot
• Kalter Schweiß
• Übelkeit oder Erbrechen
• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit
Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:
• Übelkeit
• Rückenschmerzen
• Müdigkeit
• Kurzatmigkeit
• Oberbauchbeschwerden
Herzinfarkt – Ursachen
Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:
• Hohes LDL-Cholesterin
o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.
o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.
o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).
• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.
• Bewegungsmangel
• Bluthochdruck
• Rauchen
• Diabetes
• Stress
• genetische Faktoren
Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.
Herzinfarkt – Therapie
Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.
Akutbehandlung
Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)
• Sauerstoffgabe
• EKG-Diagnostik
• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes
• In seltenen Fällen: Bypass-Operation
Nachbehandlung
Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte
• Bewegungstherapie, Herzsport
• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)
• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck
• Psychologische Unterstützung
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