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Hitzewallungen

Hitzewallungen in den Wechseljahren - Krankheitsbild

Die Wechseljahre sind eine Phase, durch die jede Frau an einem Zeitpunkt ihres Lebens durch muss. Leider können diese mit Hitzewallungen und extremen Schweißausbrüchen verbunden sein. Die betroffenen Frauen werden täglich mehrmals vom Hitzegefühl erfasst, außerdem fängt ihr Herz an schneller zu schlagen und sie erröten. Hitzewallungen sind keine Seltenheit bei Frauen in den Wechseljahren, sie zählen zu einer den häufigsten Symptome. Die Intensität und Häufigkeit der Schübe sind jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich.

Hitzewallungen in den Wechseljahren - Symptome

Typische Symptome für Hitzewallungen sind:

  • Kopfschmerzen
  • Plötzliches, intensives Wärmegefühl
  • Hitzewellen, die sich über den Körper ausbreiten
  • Erröten und Schweißausbrüche
  • Nach den Hitzeattacken kann ein Kältegefühl und Frösteln folgen
  • Schlafstörungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit

Hitzewallungen in den Wechseljahren - Therapie

Der erste Schritt zur Minderung der Symptome ist die Veränderung des Lebensstils:

  • Verzicht von Kaffee, schwarzem Tee und Alkohol
  • Strak gewürzte Speisen, sowie schwer verdauliches Essen vermeiden
  • Nicht zu heiße Speisen und Getränke zu sich nehmen
  • Übergewicht verlieren
  • Stress verringern
  • Zu warme Schlafumgebung vermeiden

Es gibt auch pflanzliche Wirkstoffe, die das Problem von Hitzewallungen lindern können. Empfohlen wird der Einsatz von Traubensilberkerze, Rotklee, Soja, Salbei, Frauenmantel oder Schafgarbe.

Andere Therapieformen beinhalten Moorbäder, wechselwarme Fußbäder, sowie kalte und warme Wechselduschen.

Eine Hormonersatztherapie ist auch möglich, diese sollte jedoch mit Vorsicht angegangen werden und mit einem Arzt besprochen werden.

Hitzewallungen in den Wechseljahren - Ursachen

Die häufigste Ursache für Hitzewallungen sind die Wechseljahre. Die genauen Ursachen sind jedoch nicht ganz aufgeklärt. Forschungen haben gezeigt, dass es zu einer Störung der Wärmeregulation kommt und zugleich die Hormonproduktion schwankt.

Es ist jedoch zu beachten, dass Hitzewallungen auch andere Ursachen - neben den Wechseljahren - haben können. Sie können auch durch bestimmte Krankheiten, Schwangerschaften, dem Lebensstil oder Medikamenten ausgelöst werden.

Neurasthenie – wörtlich übersetzt „Nervenschwäche“

Die Neurasthenie – auch bekannt als Nervenschwäche – ist einepsychische Störung, die durch eine anhaltende nervliche und körperlicheErschöpfung gekennzeichnet ist. Betroffene fühlen sich dauerhaftüberfordert und erleben bereits bei geringer geistiger oder körperlicherBelastung eine ausgeprägte Ermüdung. Die Beschwerden bestehen über einenlängeren Zeitraum und lassen sich nicht ausreichend durch Ruhe oder Schlafbeheben.

Die Neurasthenie zählt zu den stress‑ underschöpfungsassoziierten Störungsbildern und weist meist einen schleichenden,chronischen Verlauf auf. Charakteristisch ist, dass sich dieBeeinträchtigungen nicht durch eine eindeutige organische Ursache erklärenlassen. Das subjektive Krankheitsgefühl ist häufig von dem Eindruck geprägt,den alltäglichen Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein. Aufgrundinhaltlicher Überschneidungen mit anderen psychischen Erkrankungen ist eineklare Abgrenzung erforderlich.

 

Neurasthenie vs. Burnout

Neurasthenie und Burnout weisen in ihrem Erscheinungsbilddeutliche Überschneidungen auf. Beide Krankheitsbilder sind durch eineausgeprägte geistige und körperliche Erschöpfung gekennzeichnet und betreffenvor allem Menschen, die über längere Zeit hohen beruflichen oder privatenAnforderungen ausgesetzt sind.

Die Neurasthenie wurde bereits im 19. Jahrhundert alsFolge gesellschaftlicher und beruflicher Überforderung beschrieben. Der Fokus derErkrankung liegt auf einer allgemeinen Erschöpfung des Nervensystems.

Burnout hingegen ist ein vergleichsweise moderner Begriff und wird vor allem imberuflichen Kontext verwendet. Er beschreibt einen Zustand emotionaler,mentaler und körperlicher Erschöpfung, der meist in Zusammenhang mitchronischem Arbeitsstress steht. Im Gegensatz zur Neurasthenie ist Burnoutkeine eigenständige medizinische Diagnose in allen Klassifikationssystemen,sondern eher ein arbeitsbezogenes Erschöpfungssyndrom.

 

Neurasthenie – Symptome

Neurasthenie Symptome – psychische und körperlicheBeschwerden

Bei den Neurasthenie-Symptomen stehen Erschöpfung,Reizbarkeit und Leistungsabfall im Vordergrund. Hinzu kommen häufigKonzentrations‑ und Gedächtnisstörungen, innere Unruhe sowie eine verminderteBelastbarkeit. Viele Betroffene berichten über das Gefühl, „nervlichausgelaugt“ zu sein.

Neben den psychischen Symptomen treten oft auch körperlicheBeschwerden auf, etwa:

  • Kopfschmerzen  oder Druckgefühl im Kopf
  • Muskel‑ und Gliederschmerzen
  • Schlafstörungen (Ein‑ oder Durchschlafstörungen)
  • Schwindel
  • Herzklopfen oder Magen‑Darm‑Beschwerden

 

Neurasthenie und Nervenschmerzen?

Bei einer Neurasthenie können schmerzartige Empfindungenauftreten, die von Betroffenen mitunter als Nervenschmerzen beschrieben werden.Dabei handelt es sich jedoch meist nicht um echte neuropathischeNervenschmerzen im Sinne einer nachweisbaren Nervenschädigung.

Nervenschmerzen Burnout: Auch ein Burnout geht häufig mitkörperlichen Beschwerden einher, die von den Betroffenen manchmal alsNervenschmerzen bezeichnet werden. Diese sind jedoch meist nicht neuropathischim medizinischen Sinne.

 

Neurasthenie Diagnose

Die Diagnose der Neurasthenie erfolgt überwiegend aufGrundlage eines ausführlichen ärztlichen oder psychotherapeutischen Gesprächs.Dabei werden Art, Dauer und Verlauf der Beschwerden sowie mögliche Belastungenim Alltag erfasst. Charakteristisch ist, dass die Erschöpfung über einenlängeren Zeitraum besteht und die körperliche sowie geistige Belastbarkeitdeutlich vermindert ist. Ein wichtiges Kriterium ist, dass sich die Beschwerdendurch Ruhe oder Schlaf nicht ausreichend bessern.


Im Rahmen der Diagnostik ist es notwendig, mögliche organische Ursachenauszuschließen, die ähnliche Symptome hervorrufen könnten. Dazu könnenkörperliche Untersuchungen und ergänzende diagnostische Maßnahmen gehören.Außerdem erfolgt eine sorgfältige Abgrenzung zu anderen psychischenErkrankungen, da Überschneidungen bestehen können. Die Diagnose wird daherstets im Gesamtkontext der individuellen Lebenssituation gestellt. In der ICD‑10ist die Neurasthenie als eigenständige Diagnose klassifiziert.

 

 

Neurasthenie– Therapie

Neurasthenie Behandlung – in der Regel ganzheitlich undindividuell angepasst

Die Neurasthenie-Therapie dient der Wiederherstellung derkörperlichen und geistigen Belastbarkeit, der Verbesserung von Schlaf undErholung, der Reduktion von Reizbarkeit und Erschöpfung sowie der langfristigenStressbewältigung und Rückfallprophylaxe.

Im Vordergrund der Neurasthenie-Behandlung steht nicht einemedikamentöse Therapie, sondern die Veränderung belastender Faktoren undder Aufbau von Erholungs‑ und Bewältigungsstrategien.

Hierzu gehören:

·       Entlastung und Stressreduktion: Ein zentraler Bestandteil der Behandlung ist die Reduktionchronischer Überforderung. Hierzu gehören eine Identifikation vonStressauslösern im Alltag, eine Anpassung von Arbeits‑ und Lebensbedingungensowie bewusste Pausen und Erholungszeiten. Ziel ist es, das Nervensystem ausdem dauerhaften „Alarmzustand“ herauszuführen.

·       Psychotherapeutische Unterstützung: Häufig ist eine psychotherapeutische Begleitungsinnvoll, z. B. kognitiveVerhaltenstherapie oder stress‑ und lösungsorientierte Therapieansätze. Dabeiwerden unter anderem ungünstige Denk‑ und Verhaltensmuster erkannt, realistischeLeistungsgrenzen erlernt und gesunde Bewältigungsstrategien aufgebaut.

·       Förderung eines gesunden Lebensstils: Eine stabile Lebensführung unterstützt die Erholung.Hierzu gehören ein regelmäßiger Schlaf‑Wach‑Rhythmus, ausreichend Bewegung,eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf übermäßigen Konsum von Koffein,Nikotin oder Alkohol.

·       Entspannungsverfahren: Zur Beruhigung des Nervensystems haben sich progressiveMuskelentspannung, autogenes Training, Atemübungen sowie Achtsamkeits‑ undEntspannungstechniken bewährt.

·       Medikamentöse Behandlung: Medikamente können kurzzeitig bei ausgeprägtenSchlafstörungen, Angst oder depressiver Verstimmung eingesetzt werden. Diessollte immer ärztlich begleitet werden und symptomorientiert erfolgen.

 

Neurasthenie– Ursachen

NeurasthenieUrsachen – viele Faktoren spielen eine Rolle

·       Chronischer Stress und Überforderung: Die häufigste Ursache für Neurasthenie ist einelangandauernde körperliche oder psychische Überlastung, z. B. durch hohen Leistungsdruck imBeruf oder Studium, Mehrfachbelastungen (Arbeit, Familie, Pflege) oder fehlendeErholungsphasen. Das Nervensystem bleibt dauerhaft in Alarmbereitschaft undkann sich nicht mehr ausreichend regenerieren.

·       Psychische Belastungen und emotionale Konflikte, beispielsweise ungelösteinnere Konflikte, anhaltende Sorgen oder Ängste sowie belastendeLebensereignisse (z. B. Trennung, Verlust, Krankheit)

·       Persönlichkeitsfaktoren: Bestimmte Eigenschaften erhöhen das Risiko für eineNeurasthenie, beispielsweise Perfektionismus, hoher Leistungsanspruch an sichselbst, Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen oder ein starkesVerantwortungsgefühl. Die Betroffenen überfordern sich häufig selbst undignorieren Warnsignale des Körpers.

·       Eine ungünstige Lebensweise schwächt die körperliche und nervliche Belastbarkeitzusätzlich. Hierzu gehören Schlafmangel oder Schlafstörungen, fehlendeErholungszeiten, Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährung und übermäßigerKonsum von Koffein, Nikotin oder Alkohol

·       Körperliche Erkrankungen oder Erschöpfungszustände können sich auf das Nervensystemübertragen und neurasthenische Beschwerden begünstigen. Hierzu gehörenInfektionen oder langwierige körperliche Erkrankungen, hormonelle Störungenoder anhaltende körperliche Schwäche nach Krankheiten.

·       Gesellschaftliche und soziale Faktoren, beispielsweise hoherZeitdruck, ständige Erreichbarkeit, fehlende soziale Unterstützung und beruflicheoder finanzielle Unsicherheit

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