MCI, auch als LKB (Leichte Kognitive Beeinträchtigung) bezeichnet, ist ein sehr uneinheitliches Phänomen und kann Verschiedenes bedeuten. Unter MCI versteht man grundsätzlich eine Verschlechterung der geistigen Fähigkeiten, die nicht dem Alter des Betroffenen entspricht und die den Betroffenen im Alltag mehr als geringfügig beeinträchtigt. Mithilfe von Tests wie zum Beispiel dem Mini Mental Status Examination (MMSE), mit denen die kognitiven Fähigkeiten des Patienten überprüft werden, kann eine MCI diagnostiziert werden. MCI ist häufig als Symptomatik einer sich abzeichnenden oder beginnenden Alzheimer-Demenz zu verstehen, jedoch können auch andere Umstände zu einer MCI führen.
Der Betroffene ist meist um seine Gedächtnisleistung besorgt („Ich vergesse immer mehr!“), deren Verschlechterung aber auch von Angehörigen wahrgenommen wird. Er neigt zum Grübeln bis hin zur Depressivität. Es liegen objektivierbare Gedächtnisstörungen vor. Außerdem kann es zu Defiziten der Sprache, des Planens und der räumlichen Vorstellung kommen. MCI kann auch die Fähigkeiten, fundierte Entscheidungen zu treffen, die logische Abfolge von Schritten zu beurteilen, sowie die visuelle Wahrnehmung beeinträchtigen. Häufig sind auch Geruchstörungen vorhanden. Die Alltagsaktivitäten bleiben jedoch weitgehend intakt.
Die Diagnosestellung für MCI ist häufig bereits eine Herausforderung. Auf der Internetseite der Deutschen Alzheimer Gesellschaft finden Sie eine Auflistung von Institutionen, die Gedächtnissprechstunden anbieten. Mehr Informationen erhalten Sie hier. Für eine erfolgreiche Behandlung ist nach der Diagnosestellung ein umfassendes therapeutisches Gesamtkonzept bestehend aus medikamentösen und nichtmedikamentösen Ansätzen notwendig. Durch verschiedene Maßnahmen kann das Nachlassen der kognitiven Fähigkeiten verlangsamt werden. Je nach Ursache der MCI ist es sogar möglich, dass sich durch regelmäßiges Training die kognitiven Fähigkeiten kaum noch verschlechtern. Der Verlauf einer MCI ist jedoch sehr individuell und kaum prognostizierbar.
Dazu gehören sowohl körperliches Training oder Physiotherapie, als auch geistig anregende Tätigkeiten und Gedächtnistraining. Der Betroffene soll dabei entsprechend seiner Vorlieben und Fähigkeiten gefordert, jedoch nicht überfordert werden. Auch ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung und dem Abbau von Stress kann sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken.
Die Ursachen für MCI sind nicht vollständig geklärt. Fest steht jedoch, dass folgende Ursachen zu einer leichten kognitiven Beeinträchtigung führen können:
Die häufigste Ursache für MCI ist das frühe Stadium einer Alzheimer-Demenz. So hat eine Alzheimer-Demenz drei Phasen:
Daher sind in vielen Fällen die Ursachen einer MCI ähnlich schwer zu beurteilen wie bei der Alzheimer-Erkrankung.
Herzinfarkt – Krankheitsbild
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird und Teile des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt zu einer akuten, lebensbedrohlichen Situation und erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Besonders wichtig ist, dass das Krankheitsbild bei Männern und Frauen unterschiedlich aussehen kann. So wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt, da bei diesen die Symptome oft unspezifischer ausfallen.
Ein Herzinfarkt erhöht das Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzschwäche-Behandlung muss meist lebenslang fortgeführt werden und kann somit den Alltag stark beeinflussen.
Herzinfarkt – Symptome
Die klassischen Symptome eines Herzinfarkts sind:
• Starke, länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust
• Ausstrahlen der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Oberbauch
• Atemnot
• Kalter Schweiß
• Übelkeit oder Erbrechen
• Plötzliche Schwäche, Schwindel oder Bewusstlosigkeit
Wichtig: Gerade bei einem Herzinfarkt bei Frauen treten oft untypische/unspezifische Beschwerden auf, etwa:
• Übelkeit
• Rückenschmerzen
• Müdigkeit
• Kurzatmigkeit
• Oberbauchbeschwerden
Herzinfarkt – Ursachen
Der häufigste Auslöser eines Herzinfarkts ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich Plaques aus Fett, Kalk und anderen Stoffen in den Gefäßen ablagern. Wichtige Risikofaktoren sind:
• Hohes LDL-Cholesterin
o Erhöhte Cholesterinwerte fördern Plaquebildung in den Gefäßen.
o Hohes Cholesterin – Folgen: Bei anhaltend hohem Cholesterin können schwerwiegende Folgen entstehen, darunter Arteriosklerose („Arterienverkalkung“), Schlaganfall und Herzinfarkt.
o Hohes Cholesterin – was tun? Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören eine Anpassung des Lebensstils (z. B. Ernährungsumstellung, gesteigerte körperliche Aktivität) und ggf. Medikamente (z. B. Statine).
• Übergewicht, insbesondere Übergewicht bei Frauen, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt deutlich.
• Bewegungsmangel
• Bluthochdruck
• Rauchen
• Diabetes
• Stress
• genetische Faktoren
Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.
Herzinfarkt – Therapie
Herzinfarkt – was tun? Die Herzinfarkt-Behandlung beginnt bereits beim Notruf: Sofort 112 anrufen! Außerdem Ruhe bewahren, enge Kleidung öffnen und Betroffene nicht alleine lassen.
Akutbehandlung
Beim akuten Herzinfarkt besteht das Behandlungsziel darin, das verschlossene Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Notfallmedikamente (z. B. Heparin, Thrombozytenhemmer)
• Sauerstoffgabe
• EKG-Diagnostik
• Herzkatheter-Behandlung (Stent-Einsetzung) – häufigste Methode zur Wiedereröffnung des Gefäßes
• In seltenen Fällen: Bypass-Operation
Nachbehandlung
Die Nachsorge nach einem Herzinfarkt zielt darauf ab, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu stoppen, das Risiko für weitere Herzinfarkte zu senken und die Entstehung einer Herzschwäche zu verhindern. Die wichtigsten Therapieschritte sind:
• Medikamente zur Stabilisierung und Vorbeugung weiterer Herzinfarkte
• Bewegungstherapie, Herzsport
• Lebensstiländerungen (z. B. Anpassung der Ernährung)
• Behandlung von Risikofaktoren wie hohem Cholesterin oder Bluthochdruck
• Psychologische Unterstützung
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