Bei der Refluxkrankheit fließt Magensäure regelmäßig in die Speiseröhre zurück, weil der Schließmuskel am Mageneingang nicht mehr zuverlässig abdichtet. Gelegentliches Sodbrennen kennt fast jeder; von einer Krankheit spricht man, wenn die Beschwerden regelmäßig auftreten oder die Speiseröhrenschleimhaut geschädigt wird. Unbehandelt kann ein langjähriger Reflux die Schleimhaut dauerhaft verändern – regelmäßige Kontrolle ist dann wichtig.
Alarmzeichen wie Schluckstörungen, ungewollter Gewichtsverlust, Blutarmut oder Bluterbrechen gehören zeitnah endoskopisch abgeklärt. Achtung: Auch ein Herzinfarkt kann sich wie Sodbrennen anfühlen – bei erstmaligen heftigen Brustschmerzen im Zweifel die 112 rufen.
Häufige Ursachen sind ein geschwächter Schließmuskel, ein Zwerchfellbruch, Übergewicht mit erhöhtem Druck im Bauchraum sowie Schwangerschaft. Begünstigend wirken üppige, fette und späte Mahlzeiten, Alkohol, Kaffee, Nikotin, Süßigkeiten und Stress. Auch bestimmte Medikamente können den Schließmuskel erschlaffen lassen.
Viele Betroffene erreichen mit Alltagsmaßnahmen deutliche Besserung:
Reicht das nicht aus, sind säurehemmende Medikamente (Protonenpumpenhemmer) die Standardtherapie – wirksam und gut verträglich, in Dauer und Dosis ärztlich begleitet. Bei hartnäckigen Fällen oder großem Zwerchfellbruch kann eine Anti-Reflux-Operation erwogen werden. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.
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