Clostridioides difficile (früher Clostridium difficile) ist ein Bakterium, das sich im Darm ausbreiten kann, wenn die normale Darmflora gestört ist – typischerweise nach einer Antibiotikabehandlung. Es produziert Giftstoffe, die schwere Durchfälle und Darmentzündungen auslösen können. Besonders gefährdet sind ältere und geschwächte Menschen sowie Krankenhauspatienten. Weil die Infektion häufig wiederkehrt, spielt die Vorbeugung – die Prophylaxe – eine zentrale Rolle und ist Gegenstand intensiver klinischer Forschung.
Anhaltender Durchfall unter oder nach Antibiotika sollte ärztlich abgeklärt werden – insbesondere bei älteren Menschen und nach Krankenhausaufenthalten.
Der wichtigste Risikofaktor ist die Einnahme von Antibiotika, die die schützende Darmflora verändern. Weitere Faktoren sind höheres Alter, Krankenhaus- oder Pflegeheimaufenthalte, säurehemmende Medikamente, geschwächte Abwehr und chronische Darmerkrankungen. Die Sporen des Erregers sind sehr widerstandsfähig und werden leicht übertragen – Händewaschen mit Wasser und Seife ist hier wirksamer als Desinfektionsmittel allein.
Bei der Vorbeugung und Behandlung greifen mehrere Ansätze ineinander:
Gerade zur Prophylaxe wiederkehrender Infektionen laufen derzeit vielversprechende klinische Studien. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.
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