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Bulimie

: Symptome, Medikamente, Behandlung

Bulimie - Krankheitsbild

Die Bulimie (Bulimia nervosa) ist eine ernstzunehmende Essstörung, bei der wiederkehrende Essanfälle mit Gegenmaßnahmen wie selbst herbeigeführtem Erbrechen einhergehen. Betroffene sind meist normalgewichtig, weshalb die Erkrankung nach außen lange unsichtbar bleibt – oft begleitet von großer Scham. Wichtig zu wissen: Die Bulimie ist eine Erkrankung, keine Willensschwäche, und sie ist gut behandelbar. Je früher Hilfe beginnt, desto besser sind die Aussichten.

Bulimie - Symptome

  • Wiederkehrende Essanfälle mit Kontrollverlustgefühl
  • Gegenmaßnahmen wie Erbrechen, Fasten oder exzessiver Sport
  • Ständige gedankliche Beschäftigung mit Essen, Figur und Gewicht
  • Heimlichkeit rund ums Essen und sozialer Rückzug
  • Körperliche Folgen: Zahnschäden, Speicheldrüsenschwellungen, Elektrolytstörungen mit Herzrhythmusstörungen

Elektrolytstörungen können lebensbedrohlich werden – auch deshalb gehört die Bulimie in professionelle Behandlung. Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222; bei unmittelbarer Gefahr wählen Sie die 112.

Bulimie - Ursachen

Wie bei allen Essstörungen wirken mehrere Faktoren zusammen: genetische Veranlagung, ein geringes Selbstwertgefühl, Perfektionismus, gesellschaftliche Schlankheitsideale, belastende Lebenserfahrungen sowie häufig vorangegangene Diäten, die den Kreislauf aus Verzicht und Essanfall anstoßen. Die Erkrankung beginnt meist im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter und betrifft überwiegend, aber nicht ausschließlich Frauen.

Bulimie - Therapie

Die wirksamste Behandlung ist die Psychotherapie – insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie, die den Kreislauf aus Anfällen und Gegenmaßnahmen gezielt durchbricht und ein regelmäßiges Essverhalten wieder aufbaut. Je nach Schwere erfolgt die Behandlung ambulant, tagesklinisch oder stationär in spezialisierten Einrichtungen; bei Bedarf können Medikamente ergänzen. Auch Beratungsstellen für Essstörungen bieten einen niedrigschwelligen Einstieg – für Betroffene wie für Angehörige. Begleitend werden körperliche Folgen wie Elektrolyt- und Zahnschäden mitbehandelt. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.

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