Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Deutschland. Auslöser sind Borrelien-Bakterien, die beim Saugakt einer infizierten Zecke übertragen werden können – meist erst nach mehreren Stunden. Nicht jeder Stich führt zur Infektion, und nicht jede Infektion zur Erkrankung. Früh erkannt, lässt sich die Borreliose mit Antibiotika in aller Regel vollständig ausheilen. Eine Impfung gibt es – anders als gegen FSME – bislang nicht; sie wird derzeit in klinischen Studien erprobt.
Eine Wanderröte sollte immer ärztlich beurteilt werden – auch wenn kein Zeckenstich erinnerlich ist.
Übertragen wird die Borreliose durch den Gemeinen Holzbock, der in Gräsern und Unterholz auf Wirte wartet – nicht nur im Wald, auch im Garten. Das Übertragungsrisiko steigt mit der Saugdauer deutlich: Je früher die Zecke entfernt wird, desto geringer die Gefahr. Von Mensch zu Mensch ist die Erkrankung nicht übertragbar.
Die Borreliose wird mit Antibiotika über zwei bis drei Wochen behandelt – in frühen Stadien mit sehr guten Heilungsaussichten; auch spätere Stadien sind behandelbar. Ebenso wichtig ist die Vorbeugung:
Eine vorsorgliche Antibiotikagabe nach jedem Stich wird nicht empfohlen. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.
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