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Borreliose

: Symptome, Medikamente, Behandlung

Borreliose - Krankheitsbild

Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Deutschland. Auslöser sind Borrelien-Bakterien, die beim Saugakt einer infizierten Zecke übertragen werden können – meist erst nach mehreren Stunden. Nicht jeder Stich führt zur Infektion, und nicht jede Infektion zur Erkrankung. Früh erkannt, lässt sich die Borreliose mit Antibiotika in aller Regel vollständig ausheilen. Eine Impfung gibt es – anders als gegen FSME – bislang nicht; sie wird derzeit in klinischen Studien erprobt.

Borreliose - Symptome

  • Wanderröte (Erythema migrans): eine sich ringförmig ausbreitende Rötung um die Stichstelle, Tage bis Wochen nach dem Stich – das wichtigste Frühzeichen
  • Grippeähnliche Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen
  • Später möglich: Nervenschmerzen, Gesichtslähmung, Gelenkentzündungen (typisch: das Knie)
  • Selten: Herz- oder chronische Hautbeteiligung

Eine Wanderröte sollte immer ärztlich beurteilt werden – auch wenn kein Zeckenstich erinnerlich ist.

Borreliose - Ursachen

Übertragen wird die Borreliose durch den Gemeinen Holzbock, der in Gräsern und Unterholz auf Wirte wartet – nicht nur im Wald, auch im Garten. Das Übertragungsrisiko steigt mit der Saugdauer deutlich: Je früher die Zecke entfernt wird, desto geringer die Gefahr. Von Mensch zu Mensch ist die Erkrankung nicht übertragbar.

Borreliose - Therapie

Die Borreliose wird mit Antibiotika über zwei bis drei Wochen behandelt – in frühen Stadien mit sehr guten Heilungsaussichten; auch spätere Stadien sind behandelbar. Ebenso wichtig ist die Vorbeugung:

  • Nach Aufenthalten im Grünen den Körper absuchen – bevorzugte Stellen sind Kniekehlen, Leisten, Achseln und bei Kindern der Kopf
  • Zecken umgehend mit Karte oder Pinzette hautnah entfernen, Stichstelle desinfizieren und markieren
  • Lange Kleidung und Repellentien in Zeckengebieten
  • Die Stichstelle einige Wochen beobachten – bei Rötung oder Krankheitsgefühl ärztlich vorstellen

Eine vorsorgliche Antibiotikagabe nach jedem Stich wird nicht empfohlen. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.

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