Die bipolare Störung ist eine ernsthafte, aber gut behandelbare psychische Erkrankung, bei der sich depressive Episoden mit Phasen krankhaft gehobener Stimmung abwechseln – der Manie oder ihrer milderen Form, der Hypomanie. Zwischen den Episoden können lange stabile Phasen liegen. Die Erkrankung beginnt meist im jungen Erwachsenenalter und wird oft erst spät erkannt, weil zunächst nur die depressiven Phasen auffallen. Eine frühe Diagnose ist wichtig, da sich die Behandlung deutlich von der einer reinen Depression unterscheidet.
In der manischen Phase typisch:
In der depressiven Phase dominieren gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Antriebsmangel, Schlafstörungen und Hoffnungslosigkeit. Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222; bei unmittelbarer Gefahr wählen Sie die 112.
Die bipolare Störung hat eine starke erbliche Komponente – sie tritt familiär gehäuft auf. Hinzu kommen Veränderungen im Botenstoffhaushalt des Gehirns sowie auslösende Faktoren wie belastende Lebensereignisse, Schlafmangel und unregelmäßige Tagesrhythmen. Auch Alkohol und Drogen können Episoden anstoßen und den Verlauf verschlechtern.
Ziel der Behandlung ist es, akute Episoden zu beenden und neue zu verhindern:
Konsequent behandelt, führen viele Betroffene ein stabiles, erfülltes Leben. Darüber hinaus wird die Behandlung in klinischen Studien laufend weiterentwickelt. Bei FutureMeds finden Sie aktuelle Studien, an denen Sie kostenfrei und ärztlich begleitet teilnehmen können.
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